Zeit der Zärtlichkeit

die feisten aachen

Die Feisten im Franz | Foto: Robert Sukrow

7. Februar. Die Feisten im Franz. Immer wieder gerne. Immer wieder fein. Seit über 20 Jahren fahren die Beiden (damals noch ein Trio) nun schon geschmeidig auf einem meiner Gleise, die auf endlos gestellt sind. Ich bin ein Gewöhnungstier, könnte auch sagen, eine treue Tomate. Denn, wer einmal mein Herz erobert hat, den lasse ich selten wieder raus. Musikalisch sind wir uns sicherlich nicht immer einig, aber das muss man ja auch nicht sein. Diejenigen, die mein erstes EGitarrenkonzert erlebt haben bzw. durchleben mussten, sind trotzdem weiterhin meine Freunde geblieben. Nein, es ist der Humor, der von C. (so nennt er sich) und Rainer (so heißt er) ausgeht.
Absolut nachvollziehbar. Absolut Mensch. Wenn sie von verkackten Junggesellenabschieden oder Rendezvous singen, dann glaubt man das einfach. Man weiß von sich selbst, dass nicht immer alles rund läuft, auch wenn der Erdball es einem verspricht. So schmunzelt man oder nickt laut knackend mit, wenn man ihre kleinen Wahrheiten hört. Song des Abends war für mich jedoch ‚Döner-Revolution‘. Gewitzt, nicht böse und musikalisch echt eine feine Praline. Rainer Schacht scheint eh ein Multiinstrumentalist zu sein. Selbst auf einem Läusekamm würde er noch erkennbar den Flohwalzer zupfen. Glaube ich. Doch wie heißt es? Glauben heißt nicht wissen. Dass die Beiden aber mal die großen Abräumer werden (Franz ausverkauft) habe ich schon vor über 20 Jahren gewusst. Hatte ich ein Näschen für. Meine Nase hofft hingegen immer noch entdeckt zu werden.
Aber ich bin auf einem guten Weg. Mit der Gitarre habe ich ja schon aufgehört.

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