Jahresvorschau des Kunst- und Kulturzentrums der StädteRegion Aachen

SHIFT als Auftakt

Erwartungsgemäß wird das Kunst- und Kulturzentrum in Monschau auch 2019 wieder mit hochkarätigen Ausstellungen aufwarten. Den Opener bildet im Februar die Gruppenausstellung der Teilnehmer des SHIFT-Projekts, bei der 13 Künstler das komplette Haus bespielen werden. Eine gute Gelegenheit, nachzuholen, was man möglicherweise bisher an Einzelausstellungen verpasst hat. Unter shift-photo.com kann man sich vorab über alle Teilnehmer informieren. Dort findet man auch allgemeine Informationen zur Initiative, die dort unter der Rubrik „Projekt“ vermeldet: „Die kreative Praxis zu befördern, das Medium Fotografie in Zeiten der Krise, vielleicht sogar an der Schwelle zu seiner Neuerfindung aktiv zu begleiten, gehört zu den erklärten Zielen der Gruppe SHIFT.“ Aufmerken sollten hier vor allem junge, unverbrauchte Talente. Auch wenn der Zirkel der Beteiligten momentan aus bereits etablierten Fotografinnen und Fotografen besteht, versteht sich SHIFT nicht als starres Gebilde (nomen est omen), sondern als Forum für neue Ideen und Praktiken. Man sollte die Ausstellung unbedingt als Gelegenheit nutzen, um sich mit den Initiatoren bekannt zu machen.

Die weiteren Ausstellungen

Einer der bekanntesten, wenn nicht DER bekannteste Vertreter der sozialdokumentarischer Fotografie ist Bruce Davidson. Im April zeigt das KuK eine große Retrospektive mit Bildern des US-Amerikaners, der seit 1959 Mitglied der Fotoagentur Magnum ist. Vor allem seine in den USA entstandenen Fotos zu den Themen Rassentrennung, Bürgerrechtsbewegung und Jugendkultur gehören zum Kanon des Genres, zu dessen Pionieren und herausragendsten Vertretern er zählt.

Im Rahmen des Kulturfestival X 2019 folgt im Juni die Eröffnung der Ausstellung „From Archive to History“, die Arbeiten aus der Sammlung der weltweit renommierten New Yorker Howard Greenberg Gallery präsentiert. Es handelt sich dabei um eine Deutschlandpremiere. Vertreten sind Fotografen wie Man Ray, Walker Evans, Horst P. Horst und Berenice Abbott. Es bedarf eigentlich keines weiteren Beweises, welche herausragende Bedeutung die Arbeit des Kunst- und Kulturzentrums der StädteRegion hat. Angesichts der momentanen Debatte um die Kürzung der Zuschüsse für das Kulturfestival X sei dennoch nachdrücklich darauf hingewiesen, dass die StädteRegion hier nicht nur riskiert, hochrangige Ausstellungen und Events zu verlieren, sondern auch aktiver Teilhabe und kultureller Bildung das Wasser abgräbt.

Im September greift eine eigens zusammengestellte Ausstellung noch einmal das Thema DDR auf. Nachdem es bereits 2018 unter dem Titel „Geschichten aus einem vergangenen Land“ vornehmlich um den Alltag in der DDR ging, liegt der Fokus diesmal auf dem Fall der Mauer, der sich 2019 zum 30. Mal jährt. Die Ausstellung umfasst rund 130 Beiträge aus dem Fundus der langjährigen FAZ- Fotografin Barbara Klemm und der in Berlin ansässigen Kulturinstitutionen OSTKREUZ – Agentur der Fotografen, Willy-Brandt-Haus und Gallery argus fotokunst.

Die Termine im Überblick

KuK, Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen, Monschau

17.02.-31.03.: SHIFT – Gruppenausstellung
07.04.-23.06.: Bruce Davidson – Retrospektive
30.06.-22.09.: Howard Greenberg Gallery – From Archive to History
29.09.-15.12.: Geschichten aus einem vergangenen Land – Fall der Berliner Mauer

 

 

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