Die Bürger kaufen der Stadt einen Zoo

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The World of Tim Burton

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Suspension of Disbelief – Tim Berresheim und Dominik Halmer im NAK

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Es soll nicht wenige Menschen geben, die Platten nach dem Motiv auf der Hülle sammeln. Ich gehöre zwar nicht dazu, habe mich aber vom Heftthema dazu hinreißen lassen, die Probe aufs Exempel zu machen. Hier also mein kleiner Plattenkoffer zum Thema Milch.

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Die wahrscheinlich bekannteste Milchbar der Welt hat nie real existiert. Anthony 
Burgess hat sie für seinen Roman „A Clockwork Orange“, der 1962 erschien, erdacht. Zwar gibt es im New Yorker East Village eine Korova Milkbar, die sich an dem Look der Bar in Stanley Kubricks Verfilmung der Romanvorlage von 1971 orientiert, aber mehr als eine schlechte Imitation darf man hier nicht erwarten.

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Die Ausstellung im Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) fällt nicht zufällig ins Jahr 2018. 90 Jahre wäre Warhol dieses Jahr geworden. Außerdem jährt sich der Todestag von Christa Päffgen aka Nico zum dreißigsten Mal. Noch bis zum 24.03.2019 in Köln.

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Als Napoleon Bonaparte und Kaiserin Josephine 1804 zum ersten Mal in Aachen weilen, steht das Rheinland bereits seit zehn Jahren unter französischer Besatzung. Die Stippvisite ist ursächlich die Idee der Frau Gemahlin. Ende Juli reist die Kaiserin aus Paris an, um, wie es in den „Denkwürdigkeiten zur Geschichte der Kaiserin Josephine“ von Babette Dibelius heißt, „die Bäder in Aachen zu gebrauchen“.

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12.10.2018 bis 10.03.2019
Das Ludwig Forum lässt auf die 68er die 80er folgen. Das macht nicht nur rein wegen der Chronologie Sinn, sondern setzt auch inhaltlich dort an, wo die revolutionäre Bewegung mehr oder weniger abgewickelt worden war und die Gesellschaft reif für etwas umwerfend Neues und seit der Zeit des Expressionismus in der bildenden Kunst nicht mehr Denkbares war. Die Ausstellung läuft vom 12.10.2018 bis 10.03.2019.

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Wenn man CBS News glauben darf, war „Zazou, the Eiffel Tower’s painter“ von 1953 – ein Bild, das im renommierten TIME magazine abgedruckt wurde und damals um die Welt ging – die erste Veröffentlichung von Marc Riboud. Sein Mentor Robert Capa lud ihn daraufhin ein, Mitglied der Agentur Magnum Photos zu werden.
Vom 06.10.2018 bis 06.01.2019 in Aachen.

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noch bis 28.12.2018
Tim Burton, bekannt als Regisseur zahlreicher filmischer Meisterwerke wie „Beetlejuice“, „Edward mit den Scherenhänden“, „Nightmare Before Christmas“ und „Charlie und die Schokoladenfabrik“, um nur einige zu nennen, wird zurzeit im belgischen Genk in einer großen Ausstellung gewürdigt, die verspricht, Neues und bisher Ungesehenes zu präsentieren. Die Ausstellung läuft bis zum 28.12.2018.

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Die Pattern-and-Decoration-Bewegung war faktisch recht kurzlebig. Sie entstand etwa Mitte der 1970er Jahre in den USA und verlor in den frühen 1980er Jahren bereits wieder an Bedeutung, wiewohl ihr Einfluss auch bei zeitgenössischen Künstlerinnen wie Polly Apfelbaum, Christine Streuli oder Rashid Rana ein Echo findet.
Die Ausstellung läuft bis zum bis 13.01.2019.

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Wenn vom Aquarium die Rede ist, dem Bürogebäude mit der parsolgrünen Glasfassade an der Viktoriaallee/Ecke Bismarckstraße, geht vermutlich mancher schon aufgrund der auffallenden Verglasung davon aus, dass das Gebäude im Auftrag der VEGLA (Vereinigte Glaswerke GmbH) gebaut wurde. Zumindest mir ging das bis dato so. Und ich lag falsch.

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Was man im Film ein Drama nennt, hat in der populären Musik leider keine präzise Entsprechung. Am nächsten kommt dem Drama wohl die Ballade, die aber weitgehend aus der Mode gekommen ist und zudem in den 1980er Jahren dadurch diskreditiert wurde, dass jede Hardrock- oder Metalband eine ebensolche auf ein Album packte, quasi als Antidot.

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Als Picasso sich 1955 an der Côte dʼAzur ansiedelte und dort die Villa La Californie bezog, war der Blick über die Promenade Croisette von Cannes und aufs Mittelmeer noch unverbaut. Als sich 1961 jemand erdreistete, ihm ein Haus vor die Nase zu setzen, brach Picasso beleidigt seine Zelte an der Côte ab und zog ein paar Kilometer weiter nach Mougins. Luxusprobleme.

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Bist du der Hauptgerichttyp? Ich schon. Am liebsten bestelle ich einfach nur ein einziges Gericht und erwarte, dass ich davon satt und glücklich werde. Insbesondere gilt das nach einem alkoholbedingten Absturz am Vorabend.

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How to unmodernize yourself and become an elf in 12 steps – Der sperrige und etwas morbide anmutende Titel deutet es an: Die Arbeiten der Niederländerin Melanie Bonajo sind nicht leicht zu konsumieren. Zu sehen sind sie bis zum 28. Oktober 2018 in Maastricht.

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Fast möchte man ausrufen: Wie schön, dass wir das noch erleben dürfen! Eine umfängliche Werkschau des großen Henri Cartier-Bresson, und das in Monschau, wohin man von Aachen aus bekanntlich bequem mit dem Bus fahren kann (ASEAG-Linie SB66 ab Aachen Bushof). Die Ausstellung ist zu sehen vom 17.06. bis 16.09.2018

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Ist es nun ein Kiosk oder ein Schmuckpavillon? Ein Stromhäuschen oder eine öffentliche Toilette? Der kleine Bau an der Monheimsallee/Ecke Krefelder Straße gibt seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten Rätsel auf.

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Im Gespräch mit Tim Berresheim stellt sich schon nach wenigen Sätzen das Hochgefühl ein, das man hat, wenn man auf die Überholspur wechselt, um dann leicht euphorisiert und mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit über die Piste zu jagen.*
Tim Berresheim, Dominik Halmer: Suspension of Disbelief im NAK vom 10.06. bis 29.07.2018

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Der Titel der Performance, die Mavi Garcia zusammen mit Florian Zeeh zur Eröffnung der Ausstellung „Oberflächentaucher“ zur Aufführung brachte, lautete „Mi casa es mi casa“, was übersetzt so viel wie „Mein Haus ist mein Haus“ bedeutet. Die Ausstellung läuft noch bis zum 16. Juni 2018 im Raum für Kunst.

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Die aktuelle Wechselausstellung im Kunsthaus widmet sich den Arbeiten von Sabrina Fritsch, Anna Vogel und Matthias Wollgast. Die Kuratoren legen es darauf an, dass man (mindestens) zweimal hinschaut, um die Täuschung und damit die Gemeinsamkeit der formal sehr unterschiedlichen Arbeiten zu entdecken.

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Aus der Gastronomie gibt es derzeit einiges zu berichten. Beispielsweise hat das Alte Zollhaus (Friedlandstraße 22, direkt unterhalb der Burtscheider Brücke) nach einer kurzen Zwangspause wieder geöffnet. Ehrlich gesagt hat mich zwar in den vergangenen 20 Jahren wenig dort hingezogen, aber ich werde demnächst mal nachsehen gehen, ob trotz angekündigter Modernisierungsmaßnahmen die alte Gemütlichkeit erhalten blieb.

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Sich der aktuellen Ausstellung im IKOB zu nähern ist genau so schwierig wie, einen Text darüber zu verfassen. So viele Exponate. So viele Bezüge. Man weiß wirklich nicht, wo man beginnen soll. Vielleicht damit, dass eine umfassende Werkschau zu Jürgen Claus, der 1935 in Berlin geboren wurde und heute im wallonischen Baelen lebt, längst überfällig war. Gut, dass das IKOB diese Lücke nun schließt.

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Die großformatige Malerei von Silke Schoener dürfte dem aufmerksamen Besucher der Galerie Freitag 18.30 bisher kaum entgangen sein, denn schon des Öfteren konnte man sie hier finden, die Bilder mit den merkwürdigen Auslassungen, den nur zur Hälfte ausgeführten und sich verflüchtigenden Landschaften, auf denen Bäume in einen blanken Himmel ragen und auch ansonsten alles von viel Weißraum umgeben ist.

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Einen Tag vor der Eröffnung der Ausstellung treffen Warren Fischer und Casey Spooner die Presse. Fischer möchte ausdrücklich nicht fotografiert werden. An den Wänden hängen überlebensgroße Fotos von Spooner. Es ist der bisher wärmste Tag des Jahres.

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FUTURE IMPACT MAKER_ (eigene Schreibweise) ist ein bereits gestartetes Projekt des Kulturbetriebs der Stadt Aachen. Es ist Teil des euregionalen Großprojekts „IMPACT [International Meeting in Performing Arts and Creative Technologies]“. Das Ziel ist die Steigerung der Wertschätzung kultureller Leistungen in der jeweiligen Region.

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Mit „Unseen“, Fotografien von Jessica Lange (18.02.-08.04.2018), startete das KuK fulminant ins Jahr. Bevor es mit dem Kulturfestival X der StädteRegion so richtig los- und dann Schlag auf Schlag weitergeht, steht ein Termin in Monschau an, den man sich ebenfalls rot im Kalender anstreichen sollte. Vom 15.04. an sind dort Fotografien von Sibylle Bergemann, Harald …

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Das Kulturfestival X geht mittlerweile in die dreizehnte Runde und wie in den Jahren zuvor bietet es auch 2018 einen vielschichtigen Mix aus Konzert und Lesung. Geographisch liegt der Schwerpunkt dieses Jahr in Alsdorf. Man rotiert eben so durch die Region, damit auf lange Sicht keine Gemeinde zu kurz kommt. Das Programm richtet sich in zweifacher Hinsicht an ein breites Publikum. Z

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Gemeinhin versteht man unter den Achtundsechzigern in Deutschland jene in großen Teilen von Studenten getragene politische Bewegung, die sich gegen den Muff und die Verdrängungsmentalität der postfaschistischen 1950er-Jahre wandte. Sie stieß damit den gesellschaftlichen Diskurs an, der letztlich zur Entstehung der Friedensbewegung, zur Gründung der Partei Die Grünen und zur Etablierung einer alternativen Kulturpraxis führte, die schon bald in alle erdenklichen Lebensbereiche sedimentierte.

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Christopher Ward, 1980 in London geboren, präsentiert sich im Pressegespräch charmant und strahlt viel Selbstbewusstsein und eine Mischung aus Distinguiertheit und jugendlicher Unbekümmertheit aus. Durchaus Dinge, die man sich von einem frischgebackenen Generalmusikdirektor erwartet, wenn einem der Sinn nach frischem Wind aus dem Orchestergraben steht.

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Ist der Winter hart und weiß, wird der Sommer schön und heiß …

… sagt zumindest der Volksmund. Ich lebe seit 30 Jahren in Aachen und kann mich kaum an einen Winter erinnern, in dem der Schnee hier mal länger liegen geblieben wäre. Ein echter Ausreißer soll der Winter 2010/2011 gewesen sein, den ich jedoch verdrängt habe. Es heißt, dass es damals ein regelrechtes Schneechaos gab. Dass es hier aber mal 75 Zentimeter Schnee hatte, ist ECHT lange her. Das war nämlich 1908, und die niedrigste Temperatur (–20,4 Grad Celsius) hat man im Winter anno fünfundvierzig gemessen.

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Bedauerlicherweise beginnt ein Bericht über öffentliche Kantinen in Aachen mit zwei Verlustmeldungen. Noch zu Beginn der 2000er Jahre hatte ich persönlich Gelegenheit, gemeinsam mit Kollegen in der Kantine des Polizeipräsidiums an der Hubert-Wienen-Straße zu speisen. Bei den ersten drei Besuchen musste man noch beim Pförtner vorsprechen und sich ausweisen, danach wurde man regelmäßig durchgewinkt. Ein Teil der Ausstattung stammte noch aus der Zeit der Grundsteinlegung, also aus den frühen 1980er Jahren. Als das neue Finanzamt an der Krefelder Straße im Dezember 2005 mitsamt schicker Kantine und allem Pipapo den Betrieb aufnahm, war absehbar, dass die Kantine des Polizeipräsidiums für die Öffentlichkeit nicht mehr lange zugänglich sein würde.

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So ärgerlich es ist, wenn der Kurierdienst einen Zettel hinterlässt, statt das Paket beim Empfänger abzuliefern: Manchmal hat es auch sein Gutes. Zum Beispiel, wenn sich der Paketshop, in dem die bereits heiß ersehnte Bestellung aus Großbritannien landet, in Burtscheid befindet und einem so die Gelegenheit geboten wird, diesen ehemaligen Vorort von Aachen (1897 eingemeindet) mal wieder aufzusuchen. Mein Plan: Paket einsammeln und dann gleich um die Ecke bei Fisch Zegel den Backfisch testen, den sie seit Kurzem im Angebot haben.

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