Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs versteckt sich ein junger SS-Offizier in einem polnischen Theater. Dort trifft sich eine Theatergruppe von Überlebenden, um das Kriegsende zu feiern. Ein exquisiter, auf 35-mm-Material fotografierter Film über Täterschaft, Schmerz, Schuld und Trauer.

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Der Großmeister des absurden Humors im Frankreich der Nachkriegszeit spricht in diesem Interview aus dem Jahre 1977 über seine Arbeit, dazu gibt es kurze Ausschnitte seiner Filme wie „Die Ferien des Monsieur Hulot“, „Mon Oncle“ oder „Playtime“.

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Wie arbeiten eigentlich Leute, die Geräusche für Filme nachvertonen, im Englischen Foley Artists genannt? Diese 13-minütige Dokumentation liefert anhand der Produktion eines Films über einen Fischer kurzweilige Einblicke ins Tonstudio, inklusive der vielen Utensilien, die für die Sounds verwendet werden.

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In einem kleinen Dorf, dessen Häuser dicht an dicht ringförmig gebaut sind, beobachten wir die Bewohner bei kleinen und größeren Dramen, die allmählich eskalieren. Eine intelligente Parabel über gesellschaftliche Mechanismen, minimalistisch und mit bitterbösem Humor anhand des Mikro-Kollektivs einer Dorfgemeinschaft erzählt.

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Ein Tag in einem Café, ein buntes Tableau an verschiedenen Gästen und die Schwierigkeit der Kommunikation in einer Welt, in der es einfach zu viele Wörter gibt.

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Der elf Jahre alte Pole Dawid lebt mit seinem verwitweten Vater Dominik in London. Eines Tages beschließt er, eine neue Frau für seinen Dad zu suchen. Ein Casting bringt leider nicht den gewünschten Erfolg, aber da ist ja noch die Leidenschaft seines Vaters für das Akkordeon … Warmherzig erzählter Kurzfilm mit angenehm absurden Details.

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In einer Stadt, in der es seit sechzig Jahren weder Sonne noch Regen gibt, kontrolliert ein skrupelloser Tycoon die einzige Wasserquelle für alle.
Eines Tages erhält er von einem mysteriösen Wanderprediger ein Wettangebot …

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Im Oktober 1987 rief eine ältere Dame bei der BBC an, um einen schweren Sturm anzukündigen. Der bekannte Wettermoderator Michael Fish verneinte vor der Fernsehnation jedoch eine Gefahr. Er sollte sich irren. Jahre später rief der Sohn der Dame bei der BBC an, um den Sachverhalt aufzuklären. Amüsante und sehr kurze Doku-Animation.

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Abel lebt im Winter, Apolline im Sommer. Ihre beiden Welten sollen sich eigentlich überhaupt nicht berühren. Doch die Neugier treibt Abel in die Sphäre von Apolline, mit unerwarteten Konsequenzen. Eine poetische und geheimnisvolle Allegorie auf die Jahreszeiten und das Leben, fantastisch illustriert vom spanischen Animationskünstler Carlos De Carvalho.

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Eine Hunde-Talentshow irgendwo in der Provinz. Vor einem erwartungsfreudigen Publikum stellen sich Vierbeiner mit außergewöhnlichen Begabungen vor. Kann der kleine „Sweetheart“ da mithalten?

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Das legendäre Mailänder Fußballstadion San Siro, Heimstätte sowohl für Inter als auch für den AC Milan, steht im Mittelpunkt dieser kurzen Doku, die den Tag vor dem abendlichen Spielbeginn mit langen, ruhigen Kameraeinstellungen und Close-ups skizzenhaft einfängt und dabei besonders die Architektur in den Vordergrund stellt.

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Aus dem Off erzählte Briefe an die Eltern und O-Töne illustrieren das Leben eines jungen Engländers der sich im 19. Jahrhundert als Rancher in die weite Wildnis des weitgehend unbewohnten Kanadas aufgemacht hat. Der Oscar-nominierte Animationsfilm mischt trockenen Humor und lakonische Erzählweise mit einer Prise Suspense.

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Eine kompakte Filmanalyse mehrerer Filmszenen von Jacques Tatis Meisterwerk aus dem Jahre 1967. Als Perfektionist, der er zweifellos war, überließ Tati nichts dem Zufall und komponierte jedes auch noch so beiläufig erscheinende Detail zu einem großartigen surrealen und subtil erzählten Spiegel der Moderne am Ende der 60er Jahre.

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Ein Briefträger mit einem eher geruhsamen Job in einem Villenviertel bekommt eines Tages einen neuen Zustellbezirk zugeteilt – und die dreifache Menge an auszuliefernder Post. Die jedoch will niemand wirklich haben, denn auch vor rund zehn Jahren, als der Film entstand, bestand der Großteil der Post nicht mehr aus Omas Geburtstagsgruß oder Onkel Heinrichs Urlaubskarte.

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Ein Bankraub will stets sorgfältig geplant sein – vor allem dann, wenn er bei völliger Dunkelheit stattfinden soll. Aber auch die akribischste Vorbereitung nützt wenig, wenn die lange Wartezeit bis zum Coup an den Nerven zehrt.

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Der fremde Revolverheld betritt den Salon, in dem sich eine illustre Schar von Einwohnern befindet. Die Ankunft wird mit einer sonoren Stimme aus dem Off kommentiert, die jedoch nicht nur der Zuschauer hört, sondern auch die Gäste im Salon. Ein Western-Persiflage mit einem genialen Setting, das ein wahres Füllhorn an Gags bereithält und eine Screwball-Comedy der absoluten Extraklasse.

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Die preisgekrönte Doku porträtiert zwei Brüder in Borschemich, einem kleinen Dorf, das dem Tagebau Gartzweiler II weichen muss. Die beiden, die eine Gärtnerei betreiben, gehören zu den letzten Bewohnern, die noch in dem Ort leben.

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Der Nachtwächter beginnt seine Schicht. Routinemäßig dreht er seine Kontroll-Runden und vertreibt sich zwischendurch die Zeit mit wissenschaftlicher Lektüre. Als er nach einem Rundgang einen Fremden in seinem Büro entdeckt, beginnen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion allmählich zu verschwimmen.

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Der Mensch als Fleisch(fr)esser – exzessiv, gierig und maßlos. Ein bitterböser und äußerst amüsanter, collagenhaft animierter phantasmagorischer Albtraum. Und auch die Veganer bekommen ihr Fett (!) weg.

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Die Geschichte Deutschlands – erzählt und virtuos animiert anhand eines seiner größten Exportschlager: der Wurst. Eine sarkastische und intelligente Parabel, die einen Bogen über mehrere Jahrhunderte spannt.

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Der Wurstverkäufer und die Bäckerin, die ihre Waren an einem kleinen Stand feilbieten, bekommen unerwartet Konkurrenz, als eines Tages ein Großproduzent für seine industriell gefertigten Fleisch- und Backwaren einen glitzernden Laden aufmacht. Temporeiche und mit vielen Gags und Anspielungen gefütterte Animation.

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In der Stadt mit Ausgangssperre stellt bereits die Zubereitung einer einfachen Mahlzeit, in diesem Fall einer Mehlsuppe, eine logistische Herausforderung dar. Da gilt es, einen klaren Plan zu haben – und eine genaue Liste der Zutaten. Absurd-vergnügliche Animation mit knochentrockenem britischem Humor der Off-Stimme Will Self.

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Ein windiger Herbsttag an der niederländischen Küste. Drei kleine Kinder ziehen mit Martinslaternen durch die Straße, um Süßigkeiten zu erbetteln. Und dann ist da noch die Frittenbude am Strand …

250

Buenos Aires 1960. Zwei Männer treffen sich in einem Café zum Kaffee. Man erfährt zunächst nichts über den Grund ihres konspirativen Treffens, denn anscheinend leben beide inkognito. Ganz am Ende wird das Rätsel über ihre wahre Identität gelüftet. Raffiniertes psychologisches Kammerspiel nach einer wahren Begebenheit.

44

In der oscargekrönten Dokumentation werden Impressionen aus einer Glasbläserwerkstatt den Aufnahmen industrieller Glas-
produktion gegenübergestellt. Der Kontrast von Handwerk und Maschinenwelt wird auch musikalisch durch den Cool Jazz der 50er versus rhythmische, präkraftwerkeske Sounds unterstützt. Faszinierend unterhaltsam.

39

Ein Tag im Londoner Pub „The Camden Eye“. Das filmische Originalmaterial wurde in Schwarz-Weiß konvertiert und mit bizarren Animationen verfremdet, während der Originalton unverändert zu hören ist.

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Die ältere, alleinlebende Dame hat kein Glück im Lotto. Immer werden die falschen Zahlen gezogen. Dabei ist sie doch finanziell nicht gerade üppig versorgt, hat aber eine illustre Schar an Nachkommen – Kinder, Enkel und Urenkel, die sich sicher über einen kleinen Geldschein per Grußkarte freuen würden. Zeit für den Plan B.

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Der Straßentrompeter Floyd, eigentlich ein sonniges Gemüt, gerät in eine schwere Lebenskrise, als seine Angebetete ihn wegen eines anderen verlässt. Virtuoses und temporeiches Animationskino mit vielen Gags und skurrilen Wendungen.

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D.A.D.D.Y., IR 2010, Spielfilm
Als Foley Artists werden im englischen Sprachraum Leute bezeichnet, die Geräusche in Filmen nachvertonen – Schritte, Straßenlärm, das Klirren eines Glases. Erzählt wird die Geschichte eines Patienten in einem Krankenhaus, dessen Tagesablauf eines Morgens von einer Schar Soundtechniker und Musiker nachvertont wird. Eine geballte Ladung absurden Humors.

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Emma De Swaef/Marc James Roels, NL 2012, Stop Motion
Der alleinstehende Mittfünfziger Willy muss zur Beerdigung seiner Mutter in ein Nudistencamp, wo sie bis zu ihrem Tod gelebt hat. Das wäre schon vielversprechendes Setting genug, dann sind auch noch alle animierten Figuren komplett aus Wolle gefertigt. Und dann gibt es noch – ohne Übertreibung – eine der bizarrsten Liebesgeschichten, die das Kino jemals gesehen hat.

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