Nonstop von 18:00 bis 18:00 Uhr und damit genau 24 Stunden lang war die Ausstellung „24H OPEN CLOSENESS“ von GIRLS4DESIGN in der Gravieranstalt zu sehen. Anna Jansen, Hannah Hiecke, Lea Steinrücke und Lynn Cosyn haben dem Ausstellungsort damit im Rahmen der HELLO DESIGNER TOUR ein neues Ausstellungsformat beschert. Hat es denn geklappt? „Ja, es waren …

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Viel mehr als nur Suicide Commando „Natürlich sind die meisten Leute zuerst wegen ‚Suicide Commando‘ zu den Konzerten gekommen, da machen wir uns gar nichts vor. Aber die meisten sind mit dem Gefühl nach Hause gegangen, das dies gar nicht unser bester Song ist und dass wir noch wesentlich mehr zu bieten haben.“ So liest …

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Das wars mal wieder. Die Flohmarkthalle, kurz hinter der Grenze neben dem Kaffeeparadies gelegen, schließt. Christa und Kurt müssen weiterziehen. Seit 16 Jahren sind die beiden 75-Jährigen mit ihrem Stand Dauermieter in Flohmarkthallen. Zuerst in Aachen in der Liebigstraße. Als diese nach fast 20 Jahren aufgelöst wurde, damit der AAK seine Karnevalswagen dort parken kann, …

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Eine kleine Hommage in Bildern an das Hotel Europa und Udo Mays, der Aachen mit seinem entzückenden Laden und seinem Einsatz für die (Kneipen-)(Sub-)kultur zu einem besseren Ort macht. Alles Gute zum achten Geburtstag! Die Bilder sind in den letzten acht Jahren entstanden. In der Bar, beim Südstraßenfest und bei mobilen Einsätzen beim Kimiko- und …

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er Bremsweg der Mietpreisbremse ist lang, sehr lang, zu lang. Wer in einer Stadt lebt, sieht sie fast täglich: die verzweifelten Wohnungssuchzettel an Ampeln, die Facebook-Aufrufe, in denen Menschen nach bezahlbarem Wohnraum suchen.

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Als Napoleon Bonaparte und Kaiserin Josephine 1804 zum ersten Mal in Aachen weilen, steht das Rheinland bereits seit zehn Jahren unter französischer Besatzung. Die Stippvisite ist ursächlich die Idee der Frau Gemahlin. Ende Juli reist die Kaiserin aus Paris an, um, wie es in den „Denkwürdigkeiten zur Geschichte der Kaiserin Josephine“ von Babette Dibelius heißt, „die Bäder in Aachen zu gebrauchen“.

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Sechs Jahre lang war es ruhig in der Aachener Hausbesetzer-Szene, bevor im Juli dieses Jahres der Muffeter Weg 5 samt Garten und Gewächshäusern von jungen Menschen gekapert wurde, die es leid sind, sich Leerstände anzuschauen. Sie plädierten für ein Recht auf Mitgestaltung der Stadt, für bezahlbaren Wohnraum und mehr alternative Jugendtreffs.

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Wer den Immobilienmarkt in Aachen beobachtet, stößt immer wieder auf die gleichen Namen.
Einer davon ist Norbert Hermanns und die Landmarken AG. Als 19-Jähriger startete Hermanns 1980 mit seiner Idee, Flohmärkte auf Parkplätzen anzubieten. Daraus entstand Melan macht Märkte. Die Euregio Wirtschaftsschau war ebenfalls seine Idee. Der Erfolg blieb nicht aus.

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Gut ein halbes Jahr vor Eröffnung des Aquis Plaza im Oktober 2015 hat sich „Recht auf Stadt“ aus ebendiesem Anlass zusammengeschlossen. Im Fall des Shoppingcenters wurde ca. 6.000 bis 7.000 m² günstiger Wohnraum abgerissen, der bis 2020 ersetzt werden soll.

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Ein Blick auf Google Maps offenbart: Das Hinterhofareal zwischen Boxgraben, Südstraße, Reumontstraße und Mariabrunnstraße ist eins der größten der Stadt. Um dieses ist ein Streit entbrannt …

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Als Dinesh Thirunavukkarasu im Studierendenwohnheim Kastanienweg lebte, wünschte er sich, es gäbe einen Einkaufsladen oder Kiosk in der Nähe. Heute betreibt er zwei Kioske oder Minimärkte in Aachen, einen davon im neuen Wohnheim Kastanienweg. Man könnte den Laden auch als modernen Tante-Emma-Laden bezeichnen, er bietet die wichtigsten Waren für den Alltag und als einziger Kiosk in Aachen auch Kartenzahlung und Lieferservice.

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Gerade noch hat die Stadt Udo Mays und dem Südstraßen e. V. das Südstraßenfest nicht genehmigt, da hat der Betreiber des Hotel Europa schon neue Kraft geschöpft, um sich für einen Nachbarn einzusetzen.

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Zum ersten Mal hat die MOVIE eine Ausstellung organisiert, – „Sad, but true“ so der Name. Fotoarbeiten von vier Aachenern, darunter zwei Redaktionsmitglieder, waren am letzten Wochenende, von 21. bis 23. September zu sehen. Die Teilnehmer: Birgit Franchy, Eckhard Heck, Johannes Twielemeier und Jochen Windgasse.

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Impressionen von der Eröffnung am Freitag, 21. September 2018 MOVIE präsentiert: Eine Fotoausstellung von Birgit Franchy, Eckhard Heck, Johannes Twielemeier und Jochen Windgasse Fotoarbeiten mit seriellem Charakter, die in der Region entstanden sind, ohne eine plakative örtliche Zuordnung erkennen zu lassen. Subtile, lakonische, teils surreale Momentaufnahmen im Alltag, Motive von bisher nicht Wahrgenommenem, von Vergangenem, …

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Eine Premiere gilt es anzukündigen – die erste von der MOVIE-Redaktion kuratierte Ausstellung. Birgit Franchy, Eckhard Heck, Johannes Twielemeier und Jochen Windgasse stellen Fotografien aus, deren Sujets sich um die Region drehen und die alle einen seriellen Charakter aufweisen.

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Drinnen Festnahmen, draußen friedlicher Protest. Heute bringe ich sehr unterschiedliche Eindrücke aus dem Hambacher Forst mit. Ich kenne den Wald, seit ich mit 10 Jahren nach Jülich zog. Ich sah das Braunkohleloch wachsen und die Sophienhöhe grün werden. Seit drei Jahren begleite ich den Hambacher Forst und die umliegenden Orte bei ihrem Verschwinden. Im letzten …

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Gewaltige Machtdemonstration im Hambacher Forst. Mehrere Einsatzhundertschaften waren heute vor Ort um „der Bauaufsicht Vollzugshilfe zu leisten“ und die Baumhäuser der Aktivisten – die sich seit Jahren dafür einsetzen, den Hambacher Forst vor der Abholzung zu retten – zu räumen. Die Landesregierung hat diese abrupte Maßnahme ermöglicht, indem sie die Baumhäuser kürzlich zu baulichen Maßnahmen …

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Vor der Türe des Hotel Europa ist immer noch eine Baustelle, hinter der Tür im Werk-Kunst-Hof befürchtet die Stadt im Falle eines Festes zu viel Lärmaufkommen, außerdem sei die Fläche im Hof nicht für derlei Nutzung ausgelegt. „Sie ist in erster Linie als Spiel- und Freizeitfläche gestaltet und nicht als Festareal, auf dem viele Menschen …

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In diesem Jahr sollte das Südstraßenfest aufgrund der andauernden Baustelle in der Südstraße im Werk-Kunst-Hof stattfinden. Udo Mays, der sich immer um ein gutes Auskommen mit der Nachbarschaft bemüht und Lärmschutz im Blick hat, hatte fest mit einer Genehmigung gerechnet, auch die Feuerwehr sah keine Probleme mit eventuellen Rettungswegen. Dann kam doch die Absage. Mitveranstalter …

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„Zufälle sind Wunder, die Gott erschafft, wenn er anonym bleiben will.“ Viele Mitglieder in AA (kurz für Anonyme Alkoholiker) sehen dies heute genauso, wenn sie an die Entstehung der Gemeinschaft und an ihre Trockenheit denken. Gerd aus Aachen hat die Geschichte der AA zusammengefasst.

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Regisseurin Margreet Sweerts (Maastricht) und Sängerin Christina Fischer (Aachen) organisieren gemeinsam mit Logoi – Institut für Philosophie und Diskurs, Docfest und der Universiteit met de Buurt das euregionale Festival der Traurigkeit.

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Wenn vom Aquarium die Rede ist, dem Bürogebäude mit der parsolgrünen Glasfassade an der Viktoriaallee/Ecke Bismarckstraße, geht vermutlich mancher schon aufgrund der auffallenden Verglasung davon aus, dass das Gebäude im Auftrag der VEGLA (Vereinigte Glaswerke GmbH) gebaut wurde. Zumindest mir ging das bis dato so. Und ich lag falsch.

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Der Supersommer neigt sich seinem Ende zu, es herbstelt allmählich – und passend dazu gibt es an diesem Abend im Limburgzaal des Theaters Heerlen auch etwas schwerere Kost: Die Einstürzenden Neubauten präsentieren im Rahmen des internationalen Kulturfestivals Cultura Nova ihr Programm „Lament“. Dabei handelt es sich um eine musikalische Aufarbeitung des ersten Weltkrieges, die dem …

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Ich bin Greta Arntz (26) und seit einigen Jahren ehrenamtliches Mitglied der Kulturvereinigung Chudoscnik Sunergia in Eupen. Im Folgenden berichte ich von meinem ehrenamtlichen Job als Künstlerbetreuerin beim Straßentheater und -kunstfestival HAASte Töne?!. Samstag, 12 Uhr, Treffen in der Zentrale. So beginnt eigentlich jede Schicht. Die „Zentrale“ befindet sich in einem ehemaligen Schulgebäude – der …

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Alte Fotos und Liebesbriefe, die heimliche Pornosammlung und das Gebiss, das alte Schlafzimmer und in der Küche ein Fleischwolf, ein Porzellankaffeefilter und Berge gefalteter Plastiktüten. Marko Willich* sieht alles, was von einem Haushalt übrigbleibt.

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Normalerweise sind die Gewichte, die ich an einer Theke hebe klein, grün, aus Glas und mit 0,3 Liter Flüssigkeit gefüllt. Das heutige Gewicht war ungleich schwerer, hatte zwar auch einen grünen Glaskolben, war aber mit mehreren Litern Flüssigkeit (sicher 10! – naja vielleicht 3?) befüllt und höllenschwer. Obwohl ich viel Sport treibe, ging das Shishastemmen …

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„Wollen Sie heute nicht mal den Verpackungsmüll hier lassen?“ Am Karlsgraben stapeln sich Kartons, Tupperdosen und Einmachgläser vor einem Supermarkt. Die Gruppe „Aachen unverpackt“ hat sich getroffen, um mit einem Flashmob die Öffentlichkeit auf den Verpackungswahn in Deutschland aufmerksam zu machen. Hierzu kaufen sie zunächst ganz normal im Laden ein, um anschließend alle Produkte Vorort …

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Wer einen Netzschlüpfer mit Trump-Conterfei trägt und das mit einem Handschuh kombiniert, dessen ellenlangen Stinkefinger man sich noch um den Hals schlingen kann, wird sich nicht zu den größten Spießern unter der Sonne zählen müssen. Diese Modeaccessoires gibt es an diesem Wochenende neben vielen weiteren Stücken, Illustrationen und Kunstwerken in der Gravieranstalt zu bewundern. Wir haben Bilder mitgebracht.

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Es ist schon deprimierend. Das Wetter, bei dem man sich sonst nicht beklagen kann, sich nicht genügend beklagen zu können, spielt verrückt: Statt eines zuverlässigen, verregnet-kühlen Aachener Sommers haben wir seit drei Monaten fast ununterbrochen Sonne satt und Temperaturen, um die uns sogar Teneriffa beneiden würde.

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Trauerfeier. In diesem Wort treffen sich zwei Gegensätze. Für mich. Andere Kulturen sind da lockerer. Habe ich selbst schon gesehen. Die feiern tagelang im Beisein des Verblichenen, malen ihn albern an, legen ihm Holzschüsseln mit Bananenbrei vor die blassen Füße und wünschen ihm eine gute Reise. Geht also auch.

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