Ein Objektiv macht subjektiv

Der MOVIE-Guide zu den traurigsten Momenten (im 1. Halbjahr 2018)

Bilder: MühlenMadness-Festival 2018

Niemandsland Session

Kimiko „Isle of Art“

Le Micro Festival

Westworld

Dr. Heinz Günther Hüsch, Rechtsanwalt und früherer Landtags- und Bundestagsabgeordneter, war von 1968 bis 1989 zuständig für die sogenannte „Geheimsache Kanal“, eine Chiffre für den Freikauf von Rumäniendeutschen. Wir haben Herrn Hüsch im Februar in Neuss besucht und mit ihm gesprochen.

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Die Werkstatt von Jochen Imhof ist ein Traum. Jeder oder jede, der/die eine Affinität zum Handwerk und zum Werkstoff Holz hat, geht beim Betreten der Räumlichkeiten in der Bergischen Gasse erst mal innerlich auf die Knie. Der Geruch von Sägemehl, die Ansammlung von Schablonen, Werkzeugen und Maschinen, die fertigen und halbfertigen Instrumente und das obligatorische, leise vor sich hindudelnde Werkstattradio: All das ist anbetungswürdig authentisch. Hier entstehen sie, die gut klingenden, wertigen und schönen Zupfinstrumente von SIGN Guitars – und das natürlich in Handarbeit.

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Das Memory aus unserer Wurstausgabe als PDF zum Download: 2 x ausdrucken, ausschneiden und los! Es geht um die Wurst! Wer findet mehr Pärchen?

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Kultur – Kunst, Theater, Musik

Für nichts gibtʼs nichts. Sogar die wahrhaftige Liebe, dieses hohe Gut, möchten wir auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten verscherbeln. Wobei verscherbeln etwas zu niedrig gegriffen ist, denn eigentlich wollen wir für unsere Liebe die höchstmögliche Rendite erzielen und die Person unserer Begierde mit Haut und Haaren besitzen.
Rainer Werner Fassbinder schuf mit „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ ein Werk der künstlerischen Künstlichkeit, das jedoch keineswegs leblos ist.

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„Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich.“ – Nach diesem Satz wusste ich, dass ich diesen Roman nicht so schnell aus der Hand legen würde. Oft entscheidet schon der erste Satz, ob man das Buch gelangweilt zur Seite legt oder unweigerlich in den Strudel gerät und es fast in einem Atemzug zu Ende lesen muss. Benedict Wells weiß sehr genau, wie er seine Geschichten spinnen muss, um den Leser zu fesseln.

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Japan bangt um die Zukunft des Sumo. Stand zumindest in einem liegen gelassenen Magazin im Zugabteil 2. Klasse. Und Japan ist ja immerhin auch eine Zweiklassengesellschaft. Immer weniger Landsleute wollen ihre Wampe in einen Lendenschurz drücken, hieß es. So stehen sich schon seit längerem verstärkt Hawaiianer und Mongolen gegenseitig auf den Füßen rum. Das deprimiert den Japaner natürlich. Echte Sumo-Ringer leben den Ehrenkodex der Samurai. Da ist kein Platz für Ukulele und Einglas-Brillen oder wie diese alten Lesehilfen heißen. Tja. Habe dieses Bratenwenden eh nie so richtig verstanden; also verstanden schon, nur der Sinn des Ganzen liegt mehr fern. Aber hinterfrage mal Traditionen.

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Film

GB, USA 2016 | Regie: Mick Jackson | Darsteller: Rachel Weisz, Tom Wilkinson, Timothy Spall, Andrew Scott, Jack Lowden, Caren Pistorius, Alex Jennings | ab 13.04.2017
Noch perfider als eine Verharmlosung des Holocaust ist wohl die völlige Leugnung des Genozids. Der Brite David Irving ist so ein Geschichtsklitterer: „Ich bin kein Historiker des Holocaust, ich bin ein Historiker Hitlers“, lautet seine entlarvende Selbstdarstellung.

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USA 2016 | Regie: Stephen Gaghan | Darsteller: Matthew McConaughey, Edgar Ramirez, Bryce Dallas Howard, Toby Kebbell, Rachael Taylor, Bruce Greenwood | ab 13.04.2017
Der versoffene Fantast Kenny Wells (Matthew McConaughey) träumt als Prospektor vom fetten Geld, ist aber fast bankrott. Ohne seine liebende Frau Kay (Bryce Dallas Howard) würde wohl gar nichts mehr gehen. Doch im Jahr 1988 gelingt Wells ein echter Coup, als er mit dem Geologen und Abenteurer Michael Acosta (Édgar Ramirez) eine Goldader im indonesischen Regenwald entdeckt.

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D 2017 | Regie: Jakob Lass | Darsteller: Ella Rumpf, Maria-Victoria Dragus, Enno Trebs, Orce Feldschau, Benjamin Lutzke, Franz Rogowski, Lana Cooper | ab 06.04.2017
Schon die reißerische Kung-Fu-Titelschrift macht klar, dass „Tiger Girl“ kein alltäglicher Film ist. Am Werk ist Regisseur Jakob Lass, dessen Indie-Erfolg mit „Love Steaks“ knapp drei Jahre zurückliegt. Inzwischen kommt das Taschengeld fürs Drehen von offizieller Seite, nämlich von der ehrwürdigen Constantin Film. Glattgebügelt ist der Berlinale-Liebling trotzdem nicht.

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F/GB 2016 | Regie: Ben Wheatley | Darsteller: Sam Riley, Michael Smiley, Armie Hammer | 90 Min. | ab 06.04.2017
Ben Wheatley, der irrwitzige König des abseitigen Britfilms. Der letzte Schatten einer einstmals so vielversprechenden Kinolandschaft, der sich mit Mut zur Sperrigkeit Schubladen widersetzt, seine Filme angenehm hinrotzt, dabei Kinogeschichte inhaliert und auf Konventionen pfeift.

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USA 2017 | Regie: Mark Pellington | Darsteller: Shirley MacLaine, Amanda Seyfried, Philip Baker Hall | 108 Min. | ab 13.04.2017
Oh, Shirley. Nicht wenige haben sich in dich verliebt. Billy Wilder etwa, der dich immer wieder besetzte, als „Mädchen Irma la Douce“ oder in dem Meisterwerk „Das Appartement“ an der Seite von Jack Lemmon, der dir deinen Oscar einbrachte – im Komödienfach eine Rarität.

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