Zusammen kleiner werden

Cows & Aliens

Il trionfo del Tempo e del Disinganno: Vanity Fair oder vom Lob der Vergänglichkeit

Der große Kiosk-Report Nummer 8 – Das Milchbüdchen, Anna Braun-Sittarz und der Widerstand

Überhaupt: Kopf voller Ideen

schrit_tmacher-Festival 2019

Westworld

Eins mal vorweg: Ich wollte nicht nach Mariaweiler. Aber ich war dort. Wohin ich wollte, das war Morschenich. Dort bin ich allerdings nicht gewesen. Und das kam so.
Oder sollte ich erst einmal erzählen, warum ich nach Morschenich wollte? Ich hatte mir gedacht, ich könnte meinen Ausflug zu einer Endstation des AVV nutzen, um in diesem kleinen Ort vorbeizuschauen, der dem Tagebau Hambach zum Opfer fallen soll. Ich wollte mir ein Bild davon machen, ob bereits alle Menschen umgesiedelt wurden und vielleicht auch noch einmal beim Hambacher Forst vorbeigehen. Ich hatte jedoch nicht geahnt, dass diese Endstation so weit am Ende liegt, dass sie dank meiner Planungsinkompetenz, was Reisen anbelangt (ja, 38 Kilometer sind eine „Reise“), für mich an diesem Samstag unerreichbar bleiben sollte.
Und das kam so.

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Für das Daytripper-Spezial „Endstationen im AVV“ habe ich mir eine hübsche Endhaltestelle östlich von Aachen ausgesucht. Sie trägt den etwas morbide klingenden Namen Schevenhütte Helenasruh, und die Linie 1, die an Wochentagen stündlich und an Wochenenden zweistündlich zwischen Lintert und Schevenhütte verkehrt, bringt mich für schlanke 3,60 Euro hin. Vom Bushof aus dauert die Fahrt nominell eine Stunde und zehn Minuten, also besser vorher nochmal Pipi machen.

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Etienne Vercouter aus Brüssel sammelt Postkarten mit Architekturaufnahmen von Ferieneinrichtungen, Kinderheimen, Krankenhäusern, Sanatorien, Hotels und Schwimmbädern. Viele der Gebäude existieren heute nicht mehr. Über 1.000 Motive von rund 40 Locations haben mittlerweile den Weg auf seine Website „Back in Time“ gefunden, die er seit 2008 betreibt. Eine beeindruckende Bildersammlung von Bauten, die größtenteils in den 1930er bis 1950er Jahren entstanden sind. Wir haben mit Etienne über seine Motivation, Architekturstile und die Rückseiten der Karten gesprochen.

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Kultur – Kunst, Theater, Musik, Fotografie

Jake La Botz kommt aus Chicago, und wer in Chicago geboren ist, kommt um den Blues wohl kaum herum. La Botz hat von den Besten gelernt und sich aus einer Mischung aus Traditionellem und zeitgenössischen Einflüssen seinen eigenen Indieblues gestrickt. Best known ist er für seine Tattoo Across America Tour, auf der er landesweit in Tattoo-Studios performte, außerdem kennt man ihn aus mehreren Filmen (u. a. „Rambo IV“). Weniger bekannt ist, dass er auch Theater spielt und meditiert.

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Wer meint, dass es seit der Auflösung von FLASH FUTURE in Aachen etwas leise geworden ist, was das Stoner-Rock-Genre betrifft, der braucht nicht weiter zu verzagen, denn drei Mitglieder dieser Kapelle haben nun etwas Neues am Start und sich dafür Verstärkung von zwei auch nicht eben Unbekannten aus der Aachener Szene geholt. Da die bisherigen Bandinfos keine Namen nennen, verzichte ich da jetzt auch mal drauf. Kurz vor Weihnachten erscheint jedenfalls diese Double-A-Side-Vinyl-Single, die allen Freunden von tiefergelegten Gitarren und wuchtigen Riffs die Herzen erwärmen dürfte.

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Ronja von Rönne, Jahrgang 1992, hat als Kind keine Wurstscheiben bekommen wie andere Kinder, sondern AOL-CDs. Ihre Mutter entsorgte diese und seitdem schreibt von Rönne wütende Texte. Ihr Onlineblog „Sudelheft“ machte die junge Studentin (mehrere abgebrochene Studiengänge, u. a. kreatives Schreiben) bekannt und handelte ihr einen Vertrag bei der „Welt“ ein, für die sie die letzten zwei Jahre Kolumnen verfasste. Seit Oktober dieses Jahres hat sie ein Engagement bei der „Zeit“.

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Film

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