Privilegiert bis ins Letzte wuchs ich ab 8 Jahren in 1 1familienhaus auf; immer unter dem von der Elterngeneration ausgegebenen Motto „Wenn man 1 Haus zusammen abbezahlt, lässt man sich nicht scheiden!“ So guckte ich 4ächtlich auf die Menschen von der gegenüberliegenden Straßenseite, da diese in 1 Block lebten, in dem ich heute übrigens selbst wohne!

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Hochhäuser. Gibt es ja selten schöne. Zumindest fällt mir gerade kein schönes ein. Vielleicht denke ich aber auch an die falschen. Googelt man „schöne Hochhäuser“, kriegt man welche gezeigt. Also, es wird einem gesagt, sie wären schön.

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Obwohl das Horrorgenre sich bereits im frühen 20. Jahrhundert in Literatur und Film modernisierte, waren seine Schauplätze zunächst nur leichte Transponierungen der gotischen Schlösser aus der klassischen Periode – entlegene Ortschaften oder große, alte Häuser, die dann auch schon mal in der Stadt stehen konnten.

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Das moderne Publikum verlangt nach Schauwerten. Dünen, Metropolen, Dubai, Wakanda. Als episch wird eine Kinoproduktion nur noch betrachtet, wenn sie dreimal um die Welt springt, als wäre Kino eine Vergnügungsfahrt in beschienten Sesseln. Doch warum sich von Actionszene zu Actionszene, von Kontinent zu Kontinent hangeln, wenn der ganze Film eine singuläre Actionsequenz sein kann?

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„Er trinkt auch gerne schon mal ein Glas Milch“, meinte meine Mutter meiner damaligen Freundin mit auf den Weg geben zu müssen. Ein Lacher, der lange nachhallte, und ein Satz, der auch gerne zu meinem Leidwesen in geselligen Runden zitiert wurde.

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MILCH und ICH: Abgesehen von dem meinigen Lieblings-Kurzfilm „Endlich zu Hause“! -> VOX, in dem 1 Oma die 1käufe ihres Enkels für sie hart kritisiert, anstatt zu danken (sie tränke keine Kokosmilch und wieso er keine Cola SSssserrro mitgebracht habe), ist mein 4hältnis zu Milch an sich gespalten und paradox und 2-spältig.

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Milch kann in Filmen als Symbol für Unschuld gelesen werden – einerseits, weil das Getränk mit Kindern assoziiert wird, andererseits wegen seiner weißen Farbe. Wenn erwachsene Männer auf der Leinwand Milch trinken, ist meist Vorsicht geboten. Oder vielleicht auch nicht? Das berühmteste Milchglas der Filmgeschichte findet sich in Alfred Hitchcocks „Suspicion“ (1941). Hier befürchtet Joan …

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Wem gehört die Stadt? Eine interessante Frage, die man sich öfters nicht stellt. Den Großinvestoren, den Kleinsparern, der Bank, der Stadt, dem Land, der EU, einem interplanetaren Konsortium? Und was in der Stadt genau? Wem gehört der Altbau da drüben und was um alles in der Welt hat sie oder ihn geritten, ihn lila anstreichen zu lassen?

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Lang gereifter Käse schmeckt am besten. „Predator II“ steht dafür Pate. Wobei es fast als ungerecht erscheint, den Film mit einem Milcherzeugnis zu vergleichen, denn anstatt sich wie viele Fortsetzungen heutzutage auf die „Mehr vom Gleichen“-Formel zu verlassen, wagte die damalige Produktion ungewöhnlich mutige Entscheidungen, die das Kinopublikum seinerzeit nicht entsprechend würdigen konnte, heutzutage aber mindestens Respekt abnötigen.

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Als der letzte gute Wind meinen Geburtsort verlassen hatte, bin ich kurz darauf auch getürmt. Ohne das Café Orange gab es nur noch wenige Gründe, in Stolberg zu bleiben. Dieses Café war mein kleines Universum. Hier trafen sich Musiker, Künstler und Träumer; aber auch Verlierer, die entweder noch nicht wussten, dass sie verloren hatten, oder halt friedvoll mit der Situation warm geworden waren.

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Was Filmlocations betrifft, liegt New York weit vor anderen Metropolen, selbst wenn man die Filme weglässt, die dort spielen sollen, aber ganz woanders gedreht wurden. Besonders fruchtbar waren hier die 70er und 80er Jahre, in denen das Image der Stadt als alles verschlingender Moloch dem Genrefilm unbegrenzte Möglichkeiten gab.

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LIEBE BIRGIT!!! Mit ca. 12 war ich bei 1 kleinen Kumpel 1geladen worden und spielte irgend1 abscheuliches Jungenbrettspiel bei diesem mit im Kinderzimmer. Um mich vollends zu be1drucken, legte er zu allem Überfluss 1 Schallplatte von Otto Waalkes auf. Diese war irgendwie weiß und außen pink beschriftet.

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Harry Earles wurde als Kurt Fritz Schneider 1902 in Stolpen in der Sächsischen Schweiz geboren. 1916 engagierte der Manager Bert Earles den Kleinwüchsigen und nahm ihn und seine Schwester Frieda mit nach Amerika, wo sie zunächst in Wild-West-Shows als tanzende Hänsel und Gretel auftraten.

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durch die Gnade der späten Geburt ist die Hochphase der Buddy-Cop-Komödien an mir vorbeigegangen. Für „Nur 48 Stunden“ (1982) war ich noch zu ungeboren, für „Lethal Weapon“ (1987) noch zu jung, sodass ich mir erst für „Lethal Weapon 4“ (1998) eine Kinokarte erwerben konnte. Ungefähr in diese frühe Phase meines Kinogänger-Lebens fiel die Erkenntnis, dass Filme auch nicht unterhalten können.

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