Fast möchte man ausrufen: Wie schön, dass wir das noch erleben dürfen! Eine umfängliche Werkschau des großen Henri Cartier-Bresson, und das in Monschau, wohin man von Aachen aus bekanntlich bequem mit dem Bus fahren kann (ASEAG-Linie SB66 ab Aachen Bushof). Die Ausstellung ist zu sehen vom 17.06. bis 16.09.2018

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Mit „Unseen“, Fotografien von Jessica Lange (18.02.-08.04.2018), startete das KuK fulminant ins Jahr. Bevor es mit dem Kulturfestival X der StädteRegion so richtig los- und dann Schlag auf Schlag weitergeht, steht ein Termin in Monschau an, den man sich ebenfalls rot im Kalender anstreichen sollte. Vom 15.04. an sind dort Fotografien von Sibylle Bergemann, Harald …

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Es ist erstaunlich, dass die Entscheidungszentren politischer Willensbildung in demokratisch verfassten Staatswesen, die Parlamente, nicht schon längst Gegenstand einer seriellen Betrachtung waren. Der Aachener Fotograf Jörg Hempel hatte genau dies im Sinn: Er hat über einen Zeitraum von 25 Jahren alle Hauptstädte der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union besucht. Und er hat in den kleinen und großen Metropolen das jeweilige Plenum fotografiert – das englische Unterhaus wie den polnischen Sejm, die französische Nationalversammlung wie den Deutschen Bundestag. Die Fotografien, die dabei entstanden, zeugen ebenso von gestalterischer Klarheit und technischer Präzision wie von akribischer Vorbereitung. Nicht nur das Herzstück, das Plenum, auch Außenaufnahmen der Gebäude sowie Fotos von Lobbys, Büros, Treppenhäusern, Kantinen oder Empfangsbereichen waren Teil seines dokumentarischen Prozesses.

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Das Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen, kurz KuK, startet dieses Jahr seinen Ausstellungskanon mit den Arbeiten einer außergewöhnlichen Künstlerin. Die Amerikanerin Jessica Lange, die heute auf eine vierzigjährige Karriere als Schauspielerin zurückblickt und sechsmal für den Oscar nominiert war, wird nun endlich auch hierzulande als Fotografin entdeckt. Die Ausstellung „Unseen“ zeigt 132 Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die im Laufe von zwei Jahrzehnten in Europa, Mexiko und den USA entstanden.

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Drei der fünf großen Ausstellungen, die im KuK 2018 zu sehen sein werden, haben einen direkten Bezug zu Europa oder zu europäischen Themen. Hochkarätig sind sie alle. Den Auftakt macht eine Amerikanerin. Jessica Lange, mehrfache Gewinnerin aller wichtigen Film-Awards, ist folgerichtig eher als Schauspielerin denn als Fotografin bekannt. Das KuK schickt sich nun an, das in der StädteRegion zu ändern, und versammelt 132 ihrer Arbeiten unter dem Titel „Unseen“. Vernissage 18. Februar.

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Ein nasskalter Dienstag im November. Menschenleere Straßen in Monschau, gefüllt nur von einem Printen- und Marzipanduft, wie man ihn vielleicht in der Printenstadt Aachen erwarten würde, aber nicht in Monschau. Das liege daran, dass sie gerade alle Printen bücken, sagt die nette Printenbäckerin, und dass der Geruch unten im Tal hängen bleibe. Gerade wird der Weihnachtsmarkt aufgebaut, die Arbeiter sprechen Rumänisch, sonst hat sich in der Woche vor dem Start des Marktes niemand hierher verirrt.

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Die Redewendung „Das ist doch Schnee von gestern“ steht für Dinge oder Ereignisse, die aus einem bestimmten Grund – meist aufgrund zeitlichen Fortschritts – überholt oder uninteressant geworden sind. Die Empfindung, dass etwas Schnee von gestern ist, kann durch eine Weiterentwicklung oder den vollständigen Ersatz durch etwas Neues entstehen. Interessanterweise scheint sich die Zeitspanne, innerhalb deren etwas veraltet, immer mehr zu verkürzen. Technische Neuerungen bewirken seit jeher einschneidende Veränderungen, die sich auch im Alltag wiederfinden. Die mobile und digitale Kommunikation verstärkt dieses Gefühl noch einmal besonders augenfällig, auch durch immer kürzere Innovationszyklen.

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Parallel zur Vernissage des Fotografen Richard Kalvar beginnt im Monschauer KuK eine neue Ausstellungsreihe mit fotografischen Arbeiten der Gruppe SHIFT, ambitionierter Fotografen der Region. Den Anfang macht Marco Rose vom 17.09. bis 08.10.2017. Gabor Baksay hat ein Interview mit ihm geführt.

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Mit „Earthlings“ präsentiert das KUK der StädteRegion bereits die vierte hochkarätige Ausstellung in diesem Jahr, die der künstlerischen Fotografie gewidmet ist. Der 1944 in New York geborene Fotograf Richard Kalvar ging 1966 nach Literaturstudium und Fotoassistenz mit einer Pentax-Kamera auf Europareise. Dies markierte den Beginn einer außergewöhnlichen Karriere, die 1977 mit einer Vollmitgliedschaft bei Magnum Photos gekrönt wurde. Ähnlich wie die Arbeiten seines Landsmannes und Magnum-Kollegen Elliot Erwitt ist auch die Street Photography von Kalvar, der ähnlich wie Erwitt fast ausschließlich in Schwarz-Weiß arbeitet, voll von subtilem Humor und erzählerischer Finesse.

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KuK Monschau, bis 02.07.2017: Ohne Zweifel und völlig zu Recht ist John Malkovich jedermanns Lieblingsschauspieler. Der Fotograf Sandro Miller dagegen muss an seinem Fame noch arbeiten. Zwar gilt er unter Artdirectoren als allererste Wahl, wenn es um anspruchsvolle Werbefotografie geht – seinen Vornamen, Sandro, hat er schon lange als internationales Markenzeichen fest etabliert.

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