Am 8. November wurde eine „leise“ Ausstellung im Ludwig Forum für Internationale Kunst eröffnet. „Videoarchiv 04“ präsentiert eine Auswahl von Videoarbeiten belgischer Künstler und setzt die Ausstellungsreihe fort, die sich bereits in der Vergangenheit mit Aspekten des Genres beschäftigte und dabei aus dem Sammlungsbestand schöpfte.

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12.10.2018 bis 10.03.2019
Das Ludwig Forum lässt auf die 68er die 80er folgen. Das macht nicht nur rein wegen der Chronologie Sinn, sondern setzt auch inhaltlich dort an, wo die revolutionäre Bewegung mehr oder weniger abgewickelt worden war und die Gesellschaft reif für etwas umwerfend Neues und seit der Zeit des Expressionismus in der bildenden Kunst nicht mehr Denkbares war. Die Ausstellung läuft vom 12.10.2018 bis 10.03.2019.

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Die Pattern-and-Decoration-Bewegung war faktisch recht kurzlebig. Sie entstand etwa Mitte der 1970er Jahre in den USA und verlor in den frühen 1980er Jahren bereits wieder an Bedeutung, wiewohl ihr Einfluss auch bei zeitgenössischen Künstlerinnen wie Polly Apfelbaum, Christine Streuli oder Rashid Rana ein Echo findet.
Die Ausstellung läuft bis zum bis 13.01.2019.

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Das Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen eröffnete in Kooperation mit dem Fachbereich Gestaltung an der Fachhochschule Aachen und der Designmetropole Aachen im März letzten Jahres eine neue Abteilung, die sich der internationalen zeitgenössischen Objekt- und Kommunikations-Gestaltung widmet: LuForm Design Department. Ausgehend von der designstarken Euregio im Dreiländer-Grenzgebiet von Belgien, den Niederlanden und Deutschland wurde …

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Nacheinander schreiten die „Einsager“ langsam auf die Bühne, bleiben auf ihrer festgelegten Position stehen und blicken einem schon fast statuenhaft entgegen. Und dann kommt Kaspar durch den Vorhang auf die Bühne, taumelnd, mit dem Hemd aus der Hose hängend und offenem Schuh. Er wiederholt immer wieder seinen eigenen ganz speziellen Satz, fällt dabei jedoch über …

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Gemeinhin versteht man unter den Achtundsechzigern in Deutschland jene in großen Teilen von Studenten getragene politische Bewegung, die sich gegen den Muff und die Verdrängungsmentalität der postfaschistischen 1950er-Jahre wandte. Sie stieß damit den gesellschaftlichen Diskurs an, der letztlich zur Entstehung der Friedensbewegung, zur Gründung der Partei Die Grünen und zur Etablierung einer alternativen Kulturpraxis führte, die schon bald in alle erdenklichen Lebensbereiche sedimentierte.

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Die 1990er Jahre, also die Zeit nach dem Zerfall der Sowjetunion, waren vielleicht die freiesten Jahre für die russische Kunst- und Kulturszene in der jüngeren Vergangenheit. Mitten hinein in eine katastrophale Wirtschaftskrise, auf die Inflation, Korruption, Arbeitslosigkeit und die Verarmung der Bevölkerung folgten, preschten die Vertreter des Moskauer Aktionismus mit neuen, schockierenden Ideen und ohne Angst vor Zensur und Bestrafung durch einen zunehmend handlungsunfähigen Staatsapparat. Ihnen folgt heute bereits die nächste Generation junger Künstler. Und die hat es ungleich schwerer, in Putins „gelenkter Demokratie“.

Im Ludwig Forum für Internationale Kunst, noch bis 18.02.2018.

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Ein Parforceritt von Eckhard Heck durch die aktuellen Expositionen: Noemi Weber / Nobuyuki Osaki: Forschungsprojekt „Die Erfindung der Neuen Wilden“ (Ludwig Forum), Digital Games – Kunst und Computerspiele (Ludwig Forum), Emma Talbot: Open Thoughts (Neuer Aachener Kunstverein), Alemannia 1933 bis 1945 – zwischen Sport und Politik (IZN)

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Nach dem Eröffnungswochenende im September mit seinem ambitionierten Veranstaltungskanon spricht jetzt nur noch die (bildende) Kunst im Ludwig Forum. Die Reste einer Performance (vier Säcke Zement?) zieren noch als schöner Nachhall die Mulde, die ansonsten unbespielt bleibt. Sollte es sich bei dem Baustoff wider Erwarten doch um Kunst handeln, schreibe ich im nächsten Heft eine Richtigstellung.
Die Ausstellung ist noch bis zum 18.02.2018 zu sehen.

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Mit Schwung startet die von September 2017 bis Februar 2018 dauernde Ausstellung Kunst x Kuba – Zeitgenössische Positionen seit 1989 am zweiten Wochenende im September. Im Einklang mit dem Ausstellungskonzept wird das Programm am Samstag und am Sonntag wenig folkloristisch ausfallen, sondern stattdessen namhaften Vertretern der aktuellen Musik- und Tanzszene Kubas eine Bühne bieten. Künstlerinnen wie Susana Pilar Delahante Matienzo, der Tänzer und Choreograph Alexis Fernández oder das Projekt La Macana stehen für eine Generation, die sich längst dem internationalen Einfluss geöffnet hat und mittlerweile auch ganz selbstverständlich die Auseinandersetzung mit der eigenen kubanischen Identität auf die Bühnen der westlichen Welt trägt.

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Ein paar Eindrücke vom gestrigen Ausflug zum wunderbaren Kimiko Festival 2017. Hof und Park vom Ludwig-Forum sind eine äußerst passende Location, vor den beiden fetten Bühnen ist viel Platz, das ganze ist urgemütlich, das Publikum ist bunt gemischt (hier stimmt das ausnahmsweise mal) und über mangelnde Auswahl an Getränken aller Art kann sich wirklich niemand beschweren. Besonders zauberhaft: Die aufwändig und mit viel Liebe zum Detail selbstgebaute Theke vom Dein Hotel Europa mit bunten Lampions, Lichteffekten in den Bäumen und cooler Deko. Wie überhaupt das gesamte Festival überaus professionell organisiert ist, vom gelungen Design von Plakaten, Karten und Programmübersicht über die informative Website bis hin zur fetten Soundanlage und den beiden Stages, die durchaus auch ein größeres Festival schmücken würden.

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Zum dritten Mal lädt das familienfreundliche Festival in den Park des Ludwig Forums, und der Tisch ist musikalisch reichhaltigst gedeckt in diesem Jahr. Besondere stilistische Berührungsängste sind nicht Sache von Kimiko, und so ist auch bei dieser Ausgabe die Bandbreite sehr ordentlich.
Ludwig Forum Aachen, 25.-27.08.2017

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Gewalt, Vergänglichkeit, Versagen. Männliche Rituale und Stereotype in den videografischen Arbeiten von Erik Levine
„As a Matter of Fact“ ist noch bis zum 24.09.2017 im Ludwig Forum Aachen zu sehen.

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Bis 18.06.2017: Armin Linkes Weltarchiv überwältigt als grenzüberschreitendes Gesamtkunstwerk aus Bild, Ton, skulpturalen Stellflächen und Konzepten im Ludwig Forum.

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Erstmals sind in einer Ausstellung Originalvorskizzen des Aachener Wandmalers Klaus Paier zu sehen. Zudem zeigt das Ludwig Forum bis zum 01.10.2017 Fotos von 17 Arbeiten, die in den 80er und 90er Jahren entstanden, sowie ein Video aus der Zeit, als Paier noch unerkannt bleiben wollte.

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Die Designmetropole Aachen, noch immer vom Nachglanz ihres grandiosen Hotel-Total-Projekts beschienen, eröffnet in Zusammenarbeit mit der FH und dem Ludwig Forum eine vorläufig auf ein Jahr angelegte Designabteilung in der zweiten Etage des Forums.

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