Einfühlsam, zurückhaltend, aber mit großem Karacho. Ein gelungenes Erstlingswerk des Regisseurs Felix Sommer am Theater Aachen.
Seit November 2018 im mörgens

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Der Mensch als extrovertiertes Wesen hat seit jeher Mittel und Wege gefunden, der Eitelkeit zu frönen. Die barocke Opulenz hat ihr geistiges Pendant in der Welt von Instagram und Facebook gefunden, pudrige Gesichter und aufgemalte Schönheitsflecke wurden von Weichzeichner und Retuschewerkzeugen einschlägiger Bildbearbeitungsprogramme abgelöst. Die Spaßgesellschaft im neuen Gewand, der Drang, zu zeigen, was man hat, ist jedoch ungebrochen. Mein Haus, mein Auto, mein Pferd, meine Frau, mein Mann, mein Mittagessen. Und vor allem: ICH. Und damals wie heute sitzen auf unseren Schultern ein rot angelaufenes Teufelchen und ein putziges Engelchen, die uns mal ermuntern, mal schelten.
Il trionfo del Tempo e del Disinganno – Seit November 2018 auf der Bühne im Theater Aachen.

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„Die Verwandlung“ im Theater Aachen muss man sehen. Unbedingt! (ek)

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„Uus de Region, für de Region“ – so lautet das Motto der diesjährigen Herbstemotionen, einer Benefizveranstaltung, deren Erlös der Hospizstiftung Aachen zugute kommt. Am Donnerstag, den 1.11.2018 findet bereits zum fünften Mal ein abendfüllendes Programm im Theater Aachen statt, an dessen Entstehung – abgesehen von diversen Kooperationspartnern – einige ehrenamtliche Helfer und vor allen Dingen …

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Die Erzählung „Die Verwandlung“ von Franz Kafka wird mit vier Schauspielern inszeniert. Mitwirken werden Luana Bellinghausen, Petya Alabozova, Philipp Manuel Rothkopf und Ognjen Koldzic in der Rolle des Gregor Samsa. Wann hast du „Die Verwandlung“ von Franz Kafka das erste Mal gelesen? Die Verwandlung habe ich das erste Mal vor etwa zehn Jahren im Deutschunterricht …

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Unter dem Motto „Uus de Region, för de Region“ veranstalten die Hospizstiftung Region Aachen und das Theater Aachen am 1. November 2018 einen Abend voller Musik und Comedy, der sich an Menschen in der Region richtet, die die Hospizstiftung unterstützen möchten.

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Dass eine leichte, herzerfrischende Komödie auch ohne (allzu viel) Klamauk gelingen kann, beweist Regisseur Stefen Herrmann mit Nicole Armbrusters Geschichte „Zur Hölle mit den anderen“, die im September 2018 Premiere gefeiert hat. Es sollte eine ausgelassene Wiedersehensfeier von Katrin und Sandra werden – während des Studiums unzertrennlich, doch durch die windigen Gassen des Lebens getrennt –, die mit Kind und Mann, Wasserpistole und Milchpumpe eine neue Ära der vergessenen Freundschaft einläuten wollen. Wenn das Leben nur so einfach wäre!

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Die ewige Geschichte der unerfüllten, der tragischen Liebe, ein Motiv, das sich durch Jahrhunderte und hunderte von literarischen wie musikalischen Werken durchschlängelt. In diesem Fall sind es Leonora de Vargas, eine junge Adelige, und Don Alvaro, ein Mestize von höherer Herkunft, die sich nicht finden dürfen.

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Sandra und Katrin, einst beste Freundinnen, treffen sich nach langer Zeit mit ihren Männern im Schlepptau, um sich auf den neuesten Stand zu bringen und die verflossenen Jahre bei einem gemütlichen Beisammensein zu begießen. Doch nicht nur die Jahre sind verflossen, auch die Gemeinsamkeiten sind Geschichte. Schnell heißt es da: Zur Hölle mit den anderen!

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Wie finden einen die Worte, wenn das Gefühl größer ist als jede Hülle aus aneinander gereihten Buchstaben? Wir verneigen uns in stiller Trauer vor einem großen Künstler, der 16 Jahre lang das Gesicht des Theater Aachen mit geprägt hat. Karsten Meyer starb letzten Samstag nach einer kurzen, schweren Krankheit und hinterlässt eine unermessliche Lücke bei …

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Edward Albees Psychogramm einer zerrütteten Ehe „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ gilt als die Mutter aller Zimmerschlachten. Anfang der 60er Jahre schockierte das gnadenlose Duell der Vermählten das prüde amerikanische Publikum.

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„Wir brechen in dein Haus ein. Die Tür ist auf. Wir sind drin!“ – Vier Wissenschaftler befinden sich auf einer schaurigen Mission. Ihr Ziel: Den ersten Menschen erschaffen, der seine biologische Hülle transzendieren wird und die Grenzen von Mensch und Maschine überwindet. „Wenn wir es durchziehen, ist unsere Forschung auf Jahrhunderte finanziert“, erinnern sie sich …

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Digitalisierung und Technologie sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Oftmals geht es bei diesen rasanten Veränderungen aber nicht darum, ob sie an sich positiv oder negativ sind. „Es sind immer die Menschen, die etwas daraus machen“, so Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck. „Der Mensch führt durch Missbrauch von Macht Katastrophen herbei. Dabei sind Familienstrukturen immer Stellvertreter …

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Wie realistisch sind Maschinen, die Emotionen wahrnehmen können? Oder die Transplantation eines menschlichen Gehirns? Auch wenn diese Gedanken zunächst noch weit hergeholt und absurd scheinen, so entwickeln sich Medizin und Technik rasant. „Wir befinden uns in einer Umbruchszeit“, so Oliver Held, Dramaturg am Theater Aachen. „Es besteht heutzutage eine Faszination, sich in Maschinenwesen zu verwandeln und sich zu optimieren.“

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Der unterdrückte Mensch ist ein gefährliches Tier. Gegen Ende der zweiten Phase der französischen Revolution, die als Schreckensherrschaft in die Geschichtsbücher einging, konzentrierte sich die entfesselte Wut der Revolutionäre auf alle Andersdenkenden. Im Namen der Freiheit wurden Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes verübt. Betroffen waren nicht nur der Adel, auch die Geistlichkeit und kirchliche Gemeinschaften fielen dem …

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Christopher Ward, 1980 in London geboren, präsentiert sich im Pressegespräch charmant und strahlt viel Selbstbewusstsein und eine Mischung aus Distinguiertheit und jugendlicher Unbekümmertheit aus. Durchaus Dinge, die man sich von einem frischgebackenen Generalmusikdirektor erwartet, wenn einem der Sinn nach frischem Wind aus dem Orchestergraben steht.

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Auf den stürmischen Wogen der Aufklärung segelnd, schuf der junge Friedrich Schiller mit seinen Räubern ein poetisches und politisches Abbild seiner Zeit, das an Aktualität nichts eingebüßt hat. Der mal offene, mal hintergründige und verborgene Kampf der neuen Generation gegen das Althergebrachte prägt heute wie damals die gesellschaftliche Landschaft und ist entscheidend für die Geburt neuer Denkanstöße.
Termine im Theater Aachen: Im Theater zu sehen: 31. März, 07., 14., 18., 22., 26. April, 04., 27. Mai 2018

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Für nichts gibtʼs nichts. Sogar die wahrhaftige Liebe, dieses hohe Gut, möchten wir auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten verscherbeln. Wobei verscherbeln etwas zu niedrig gegriffen ist, denn eigentlich wollen wir für unsere Liebe die höchstmögliche Rendite erzielen und die Person unserer Begierde mit Haut und Haaren besitzen.
Rainer Werner Fassbinder schuf mit „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“ ein Werk der künstlerischen Künstlichkeit, das jedoch keineswegs leblos ist.

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Oh, du Zeitlupeneffekt, du könntest so schön, so erhaben sein, würde man dich behutsam behandeln und nicht gewaltsam in Szenen pressen, in denen es nur darum geht, die Zeit zu überbrücken oder gar totzuschlagen.

Komik oder nicht Komik, das ist hier die Frage!

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Eine Fassade ist per Definition die Front, oft die repräsentative Außenhaut eines Gebäudes. Bei Menschen vermuten wir beim Verwenden des Begriffes hinter dem äußeren Glanz gerne eine innere Dunkelheit, schwere Laster und sonstige Eigenschaften, die es zu verbergen gilt. Das kleine Dorf Unterleuten in der vergessenen Welt Brandenburgs steht wie eine strahlende Festung der neuen …

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Elling und Kjell Bjarne werden nach mehrjährigem Zwangsurlaub in einer psychiatrischen Anstalt auf das Leben losgelassen. Mit ihrem Rucksack vollbepackt mit Ängsten, Neurosen und diversen Unzulänglichkeiten beziehen sie gemeinsam eine Wohnung, um in der Umarmung der Durchschnittsgesellschaft endlich Normalos zu werden. Doch das allgemein Übliche ist nicht so ganz ihr Ding.

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Die Hamas ist für die meisten Terroranschläge verantwortlich. Die Selbstmordattentäter sind durchschnittlich 21 Jahre alt. Der erste Anschlag einer Selbstmordattentäterin, Wafa Idris, fand im Jahr 2002 in Jerusalem statt.

Unzählige Bücher über Täterpsychologie, empirische Untersuchungen und Klassifizierungen der Art und des Zweckes eines Selbstmordanschlags, auf die Kommastelle genaue Angaben über die durchschnittliche Opferzahl bei Anschlägen – wir wissen auch, wie viel Prozent der Attentäter weiblich, männlich, gebildet, geistig gesund, jung oder alt sind. Zahlen und Fakten, die bereits auf dem Weg zum Gehirn verblassen und nichts weiter als einen faden Beigeschmack hinterlassen.

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Giuseppe Fortunino Francesco Verdi, zu seiner Zeit auch ohne den heutigen Starkult einer der funkelndsten Sterne am Musikhimmel, ließ sich in der Auswahl seiner literarischen Vorlagen nicht lumpen. „La Traviata“ entstand nach dem Roman „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas dem Jüngeren, der damit in die außergewöhnliche Liga von Autoren wie Lord Byron, Victor Hugo, Friedrich Schiller, Shakespeare und Voltaire, allesamt Paten für Verdi-Opern, aufsteigen konnte.

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Häuser sind etwas Besonderes, weil sie viele Leben verkörpern. Sie beherbergen kleine und große Geschichten, Freude, Glück und all die Schattenseiten des Daseins. Sie sind für etliche Geistesblitze verantwortlich, die Anzahl der Romane, in denen sie mehr oder weniger die Hauptrolle spielen, ist kaum zu überschauen. Die Grindelhochhäuser, zwischen 1946 und 1956 im Hamburger Grindelviertel erbaut, bescherten dem norwegischen Autor und Wahlhamburger Ingvar Ambjørnsen einen ebenso genialen wie lukrativen Einfall. In diesen Häusern, besser gesagt beim Anblick dieser Häuser, wurde Elling geboren.

Die Premiere ist am 26. Januar 2018.

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Waldsterben, überall Waldsterben, wie kann man da noch behaupten, dass alles gut wird? Dominik Breuer und Gunnar Seidel vom Brachland-Ensemble stellen keine wirren Gutmensch-Behauptungen in den Raum, keine christlichen Hoffnungsschimmer in Aussicht, nein, sie suchten und fanden: das Gute, das in den vorabendlichen Bilderfluten der Gewalt keinen Platz findet. In ihrer Arbeit über „mediale Schwarzmalerei und angewandten Optimismus“ sagen sie unserer dystopischen Weltsicht den Kampf an, sie bringen uns an fremde Orte und zu Menschen, deren Engagement und Zivilcourage mit Recht nur eine Schlussfolgerung zulässt: Alles wird gut!

Spielzeit: Dezember 2017 bis Februar 2018

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Katja Kabanowa steckt nicht nur im Gefängnis einer kalten Ehe, sie ist auch Gefangene spießbürgerlicher Moralvorstellungen, aus denen es summa summarum nur einen Ausweg gibt: den Tod. Leoš Janáček ließ sich nicht nur musikalisch von der tschechischen Folklore inspirieren, seine Themen sind tief in der Wertvorstellung dörflicher Gesinnung verwurzelt. Eine allzu menschliche Tragik, der Tonfall des Alltäglichen durchweben seine Werke. Umso schwieriger ist es, diese besondere Form der Dramatik ungeschmückt und wahrhaftig in Szene zu setzen.

Spielzeit: November 2017 bis Februar 2018

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Zu einer Zeit, in der bereits die Erwähnung einer Reise ins beschauliche Transsilvanien als das Non plus ultra des Schaurigen galt, harmlose Fledermäuse in mystische Tiefen des Bösen verfrachtet wurden und die Wälder noch von (Wer-)Wölfen bevölkert waren, zu dieser Zeit entstand der Erzählzyklus „Nachtstücke“ von E. T. A. Hoffmann. Doch bei Hoffmann ging es um weit mehr, als kindliches Gruseln. Für ihn war die Psyche eine Art Kuriositätensammlung, unheimlich und faszinierend zugleich, die er mit all ihren Leiden fassen und begreifen wollte.

Spielzeit: Dezember 2017

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Falafel trifft auf Kartoffel. Keine Verschmelzung der Aromen, kein harmonisches Miteinander; Karambolage wäre treffender, denn es mangelt nicht an Scherben.
Die geflüchteten Jugendlichen Youssef Abojobbah, Abdullah Alhamad, Mustafa Alzuabidi, Mohammed Baker, Ahmad Ghorbani, Zanyar Hannan, und die Schauspieler Katharina Waldau, Ramon Linde und Karl Walter Sprungala bestechen durch ihr differenziertes und natürliches Spiel, man fühlt sich wie ein Voyeur, durch den schmalen Spalt der nicht ganz zugezogenen Vorhänge in ein fremdes Wohnzimmer lugend.
Zu sehen ist das Stück am 04. und 19.11. im Mörgens Theater.

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20.000 Kostüme schlummern im Fundus des Theater Aachen in Räumen einer alten Fabrik auf dem Gelände des mörgens und warten darauf, wieder zum Einsatz zu kommen. Weiße Blusen und klassische Anzüge haben es da leichter, als ein Kleid, das der Königin der Nacht für eine Produktion auf den Leib geschneidert wurde. Und weil jede Produktion …

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Fortuna und Virtu können herzlich wenig gegen die Macht Amors unternehmen; mag diese noch so grausam und unmoralisch erscheinen, noch so körperlich und oberflächlich, der Sieg ist ihr sicher. Der lustvoll gewissenlose Nero begehrt die schönste Frau Roms, die holde Poppea, die ihrem grausamen Liebhaber in nichts nachsteht. Natürlich, sie begehrt ihn, genauso wie er …

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