Einfühlsam, zurückhaltend, aber mit großem Karacho. Ein gelungenes Erstlingswerk des Regisseurs Felix Sommer am Theater Aachen.
Seit November 2018 im mörgens

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Der Mensch als extrovertiertes Wesen hat seit jeher Mittel und Wege gefunden, der Eitelkeit zu frönen. Die barocke Opulenz hat ihr geistiges Pendant in der Welt von Instagram und Facebook gefunden, pudrige Gesichter und aufgemalte Schönheitsflecke wurden von Weichzeichner und Retuschewerkzeugen einschlägiger Bildbearbeitungsprogramme abgelöst. Die Spaßgesellschaft im neuen Gewand, der Drang, zu zeigen, was man hat, ist jedoch ungebrochen. Mein Haus, mein Auto, mein Pferd, meine Frau, mein Mann, mein Mittagessen. Und vor allem: ICH. Und damals wie heute sitzen auf unseren Schultern ein rot angelaufenes Teufelchen und ein putziges Engelchen, die uns mal ermuntern, mal schelten.
Il trionfo del Tempo e del Disinganno – Seit November 2018 auf der Bühne im Theater Aachen.

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Das DAS DA Theater inszeniert „Er ist wieder da“ nach dem Bestseller von Timur Vermes. Vorstellungen sind nahezu ausverkauft. Es gibt noch zwei Zusatztermine.

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Beide Arme der Gäste schnellen in die Höhe und winken wild – frenetischer, geräuschloser Applaus nach der Premiere von „Mordsspaß“ im Space. Dass auch Klatschen und „Zugabe“-Rufe zu hören sind, liegt an den hörenden Besuchern, die ein Drittel der Zuschauer an diesem Abend ausmachen.

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Die elfjährige Tilda (Angela Ahlheim) hat einen richtig guten Draht zur ihrem Opa Amandus (Wolfgang Rommerskirchen). Er ist immer für sie da, auch wenn er manchmal was durcheinanderbringt. So beantwortet er zum Beispiel die Frage, warum seine Lebensmittel auf einmal im Bücherregal stehen, mit: „Weil in der Spülmaschine kein Platz mehr war.“ Das Stück läuft bis Ende Oktober 2018.

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„Allein im Bett, im Bauch, im Kopf“ – so fühlt sich Beatrix. Sie ist schön, jung, gelangweilt und vielleicht auch reich und wartet in ihrem Himmelbettloft auf ihren Prinzen. Damit dieser endlich auftaucht, hat sie die ganze Stadt mit Zetteln plakatiert, auf denen sie demjenigen, der es schafft, sie zu interessieren, zu rühren und zu …

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Eine Gruppe von Freunden bringt zum mittlerweile dritten Mal ein Theaterprojekt auf die Bühne. Zustandekommen soll ein unterhaltsamer Abend für die Zuschauer und eine gute Zeit auf der Bühne. Aufführungen: 10.-12. August 2018

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„Ihr kleinen Sträflinge, schenkt mir Kringelchen!“. Dieser Ruf erfüllt jeden Morgen die feuchte, stickige Dunkelheit des Kellergewölbes einer russischen Bäckerei in der vorrevolutionären Zeit. Von morgens bis abends wird dort Teig geknetet und zu Kringeln geformt. Die kecke, schöne 16-Jährige Tanja, ein Stubenmädchen aus dem ersten Stock des Hauses, bringt mit ihrem täglichen Besuch etwas …

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Dreimal rote Lippen, hellblonde Locken und strahlend weiße Plisseekleidchen – eine der bekanntesten Hollywood-Ikonen des 20. Jahrhunderts steht heute direkt in dreifacher Ausführung in der Grube des Ludwigforums. Sie ist schön, begehrt, von den Massen bewundert – und gleichzeitig ausgebeutet, obsessiv und laut Ehemann Arthur Miller „das traurigste Mädchen der Welt“. Im letzten Jahr wäre Marilyn Monroe 90 Jahre alt geworden. Ihre Filme, Fotoshootings und Lieder bleiben unvergessen, ebenso wie die mysteriösen Umstände ihres Todes.
„Marilyn Ikone. Szenen, Geheimnisse und Showdown eines Mythos“ ist noch bis zum 2. Februar im Ludwigforum zu sehen.

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30 Jahre Das Da Theater

„Entweder kommen die Menschen, weil sie uns mögen, oder sie kommen nicht, weil sie uns nicht mögen. Das ist völlig in Ordnung“, sagt Tom Hirtz, Gründer, Regisseur, Intendant und Geschäftsführer des Das Da Theaters.

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