„Die ganze Geldwelt ist mir suspekt“

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Geschichten aus Georgien leben oft von der Liebe zur Landschaft, aber meist auch von den Konflikten, die sie über die Jahrhunderte hinweg gesehen hat. Davon erzählen auch die Filme aus dem Grenzgebiet zwischen Russland und dem Orient.

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D/AU 2018 | Regie: Nikolaus Leytner, Darsteller: Bruno Ganz, Simon Morzé, Johannes Krisch, 113 Min, Start: 01.11. Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel (Simon Morzé) verlässt sein Heimatdorf am Attersee, um beim Wiener Trafikanten Otto Trsnjek (Johannes Krisch) in die Lehre zu gehen. Zu den Stammkunden des kleinen Tabakladens zählt auch der bereits von fortschreitendem …

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Regisseur Michael Bully Herbig erzählt in „Ballon“ eine spannende Fluchtgeschichte, top besetzt mit Friedrich Mücke („Friendship!“), Karoline Schuch („Ich bin dann mal weg), David Kross („Gefährten“) und Alicia von Rittberg („Herz aus Stahl“) als eingeschworener Gemeinschaft. Im Sommer 1979 wagen die Familien Strelzyk und Wetzel mit einem selbstgebauten Heißluftballon die Flucht aus der DDR.

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Regisseur Wisam Zureik wurde in Israel geboren und lebt heute in Aachen. In seinem Dokumentarfilm „Heimat am Rande“ wirft er einen Blick auf die Lebensumstände von drei Palästinensern, die in Israel leben. Noman ist 18, er lebt in dem arabischen Dorf Wade el Neam in der israelischen Halbwüste. Der Staat Israel erkennt dieses, ebenso wie …

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„The Guernsey Literary and Potato Peel Pie Society“, so der schön ausladende Titel der Romanvorlage von Mary Ann Shaffer, erzählt die Entstehung des gleichnamigen Buchclubs aus einer Notsituation heraus.

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Start: 28.06.
Jeder verdient eine große Liebesgeschichte. Aber für den 17-jährigen Simon (Nick Robinson) ist es etwas komplizierter: Er muss Familie und Freunden noch erzählen, dass er schwul ist, und kennt nicht einmal die Identität des Klassenkameraden, in den er sich online verliebt hat.

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Start: 31.05.
Mit „Juno“ porträtierten Drehbuchautorin Diablo Cody und Regisseur Jason Reitman vor zehn Jahren eine junge Frau auf der Schwelle zum Erwachsenwerden. „Young Adult“ handelte drei Jahre später von einer Frau, die nicht erwachsen werden wollte.

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Start: 31.05.
Die neunjährige Vittoria (Sara Casu) wächst unbeschwert in der weitläufigen Landschaft Sardiniens auf. Ihr Mutter Tina (Valeria Golino) kümmert sich liebevoll um die Heranwachsende. Doch da ist auch noch Angelica (Alba Rohrwacher), von der Vittorias Eltern immer nur hinter vorgehaltener Hand reden.

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Start: 17.05.
Die meisten von uns benutzen sie täglich, aber die wenigsten von uns wissen wirklich, wie sie funktionieren: Soziale Netzwerke bestimmen längst unser Leben. Erst allmählich beginnen wir zu begreifen, dass wir nicht nur Nutzer sondern auch Benutzte sind.

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Start: 24.05.
Oscar Wilde war ein gebrochener Mann, als er 1897 aus der Haft entlassen wurde, wo er wegen seiner Affären mit Männern eingesessen hatte. Jene, die ihm einst auf der Bühne zujubelten, bespuckten ihn nun. Es blieb ihm kein Ausweg als die Reise ins Exil. In Frankreich fand er verarmt und müde eine neue Liebe und traf auf alte Freunde. Doch seine angegriffene Gesundheit erholte sich nicht mehr.

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Start: 10.05.
Wes Andersons Filme fallen herrlich aus der Rolle. Ob die turbulente Schnitzeljagd in „Moonrise Kingdom“ oder die Zugfahrt durch Bollywood in „Darjeeling Limited“, das altehrwürdige „Grand Budapest Hotel“ mit seinen skurrilen Gestalten oder die schräge Familiensaga „The Royal Tenenbaums“ – die Werke des 49-Jährigen sind immer etwas Besonderes. Der neunte Spielfilm des amerikanischen Regie-Exzentrikers erzählt die Geschichte von Atari, dem zwölfjährigen Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters Kobayashi.

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Start: 26.04.
Joe (Joaquin Phoenix) ist ein Getriebener. Seine dunkle Vergangenheit trieb ihn erst durch die Hölle seiner gewalttätigen Kindheit, dann durch irgendeinen Krieg und lässt ihn auch in der Gegenwart nicht los. Als Auftragskiller beseitigt er zwielichtige Gestalten für schattenhafte Figuren. Als er ein minderjähriges Mädchen aus einem Pädophilenring befreien soll, wird der Auftrag persönlich.

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Start: 19.04.
Die amerikanische Filmemacherin Greta Gerwig hat ein Faible für Außenseiter. Das bewies schon ihr Drehbuch zum Indie-Hit „Frances Ha“. Ihre erste Regiearbeit „Lady Bird“ ist eine persönliche Geschichte vom Erwachsenwerden. Christine (Saoirse Ronan) weiß nicht so recht, wo sie hingehört. Nur nicht ins provinzielle Sacramento. Die Wunsch-Uni liegt weit weg, aber ebenso fern liegt der Traum danach. Ihre Mutter (Laurie Metcalf) ist nicht gerade eine große Hilfe, hat sie doch immer etwas auszusetzen an der Teenagerin. Christine will sich nicht anpassen, gibt sich selbst den Namen Lady Bird und bricht mit ihrer besten Freundin Julie. Aber ist dies wirklich der Weg zu sich selbst?

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Start: 05.04.
Den mittleren Angestellten und ewigen Punching Bag des Schicksals Harold verschlägt es mit seinen Chefs, der biestigen Elaine und dem schmierigen Richard nach Mexiko. Dort soll ein großer Deal über die Bühne laufen, von dem Harold nur wenig ahnt. Doch je mehr er die Machenschaften hinter den Kulissen des Pharmakonzerns durchschaut, desto weniger hat er zu verlieren. Was der kleine Drogendealer Miles und die ahnungslose Sunny damit zu tun haben, warum der Kartellboss „Black Panther“ hinter Harold her ist und was die amerikanische Drogenbehörde zu all dem sagt, das bleibt bis zum Schluss spannend.

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Start: 05.04.
Ein Café in Paris. Eine flüchtige Begegnung. Georg (Franz Rogowski) bekommt den Auftrag, einen Brief abzuliefern. Seine Belohnung: ein Platz im Auto nach Marseille. Er muss die Stadt verlassen. Überall wimmelt es von Polizei. Die Faschisten haben die Metropole eingenommen. Die Hafenstadt ist sein letzter Ausweg. Doch der Empfänger des Briefes ist tot. Bei dem Schriftsteller findet er einen Brief des mexikanischen Konsulats, das ihm einen Pass und eine Passage nach Amerika verspricht.

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nur 06.04., 18:00 Uhr, Cineplex
J 2014 | Regie: Masaharu Take, Darsteller: Sakura Ando, Hirofumi Arai, Shinichirô Matsuura, 113 Min.
Die Mittdreißigerin Ichiko hängt den ganzen Tag vor der Glotze und hin und wieder im Bento-Laden ihrer Eltern ab. Als ihre Schwester sich scheiden lässt und wieder zu Hause einzieht, eskaliert der Streit zwischen den beiden ungleichen Frauen schon bald. Die Mutter beschließt, dass Ichiko ausziehen muss, um endlich auf eigenen Beinen zu stehen. Also fängt sie in einem 100 Yen Store an – dem japanischen Äquivalent zum 1-Euro-Shop.

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Start: 15.03.
Die „Florida Projects“ sind ein sozialer Wohnungsbau am Stadtrand von Orlando, unweit der künstlichen Welt des Walt Disney Parks. Ein Hafen für Gestrandete wie die 22-jährige Halley. Sie lebt allein mit ihrer sechsjährigen Tochter Moonee in einer winzigen Wohnung. Statt in die Schule zu gehen, ist Moonee dabei, wenn Halley auf den Parkplätzen der Shopping Malls billig kopiertes Parfum verkauft. Wenn das Geld für die Miete knapp wird, findet der gutmütige Motelmanager Bobby einen Ausweg. Und dann sind da noch die Freundinnen im Wohnblock, die sich gegenseitig helfen. Die Sommersonne brennt und Moonee und ihre Freunde genießen die Freiheit.

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Start: 01.03.
Zu Beginn der Achtziger im Norden Italiens: Für den Teenager Elio sind die Tage im Sommerhaus der Familie geprägt von Freiheit, Freunden und flüchtigen Liebeleien. Sein Vater, ein angesehener Archäologieprofessor, forscht an der Küste und holt sich den jungen Assistenten Oliver ins Haus. Für Elio ändert sich mit der Ankunft des Amerikaners alles. Eine tiefe Verbundenheit herrscht zwischen Elio und Oliver von dem Moment an, an dem sie sich zum ersten Mal begegnen.

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Kino ist längst mehr als Marvel, Star Wars und ewige Fortsetzungen bekannter Marken. Statt sich von einem Blockbuster zum nächsten zu hangeln und die Zeit dazwischen auszusitzen, findet das Cineplex immer wieder spannende Reihen, die den Filmhorizont der Aachener Kinozuschauer erweitern. Die Reihen zum russischen, türkischen oder polnischen Film haben sich bereits etabliert. Das asiatische Kino ist derzeit mächtig im Kommen. Längst produzieren Hollywoodstudios ihre Big-Budget-Blockbuster mit chinesischer Unterstützung, wie gerade in diesem Monat der zweite Teil der „Pacific Rim“-Reihe zeigt. US-Boxoffice-Hits müssen sich im Gegenzug auch an der chinesischen Kasse bewähren, um ihre horrenden Produktionskosten wieder einzuspielen. Dabei hat das chinesische Kino viel mehr zu bieten.

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Start: 22.02.
Anfang der Siebziger, lange bevor der Begriff „Whistleblower“ überall zu lesen war, sorgte ein Mitarbeiter des US-Militärs für einen Skandal: Er übergab streng geheime Dokumente an die New York Times, aus denen hervorging, dass die amerikanische Regierung das Volk jahrelang über die Aussichtslosigkeit des Vietnam-Konflikts im Dunkeln ließ. Die Times veröffentlichte einen Teil der Akten, und die Regierung unter Nixon drohte der Zeitung mit ihrer Stilllegung, sollte sie weiter berichten. Die Akten landeten auch auf dem Schreibtisch der Washington Post. Durch den plötzlichen Tod ihres Mannes war Katharine „Kay“ Graham zuvor Chefin des Verlagshauses geworden. Keine einfache Aufgabe, muss sie sich doch in einer Männerwelt behaupten.

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Start: 08.02.
Ein weißer Fleck auf der Landkarte, schroff und erbarmungslos. Die Winter sind hier in Wyoming besonders hart mit Minustemperaturen im zweistelligen Bereich. Der Jäger Cory Lambert entdeckt eine junge Frau im Schnee. Doch ihr Körper liegt nicht irgendwo, sondern am Rande des Indianerreservats Wind River und auch das tragische Opfer ist indianischer Abstammung. Für die Bundespolizei ist der Fall damit unwichtig. Soll sich doch die Behörde für indianische Angelegenheiten damit abgeben. Die junge FBI-Agentin Jane Banner wird von der Ausbildung im 800 Meilen entfernten Las Vegas in die verschneite Gegend beordert. Je mehr sie über die Zustände in dem Reservat erfährt, desto mehr fühlt sie sich verpflichtet, den Fall aufzuklären.

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Start: 01.02.
Die Welt dreht sich um Reynolds Woodcock. Der Modedesigner lebt ein von strengen Regeln diktiertes Leben im London der 1950er. Der Erfolg gibt ihm recht, die Frauen liegen ihm zu Füßen. Doch kaum eine Frau hält es länger als ein paar Monate mit ihm aus. Da trifft er auf die resolute Kellnerin Alma. Reynolds ist fasziniert von der hochgewachsenen Frau, deren Maße und unverblümte Direktheit ihn faszinieren. Doch auch Alma muss sich den Launen des Meisters unterwerfen, versucht dabei aber, ihre Autonomie zu bewahren.

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Start: 01.02.
Wenn andere feiern, müssen Max und sein Team schuften. Seit 30 Jahren organisiert er feudale Hochzeiten für gut betuchte Kunden. Dabei kann ihn nichts aus der Ruhe bringen: Wenn das Fleisch ausfällt, müssen spontan Pasteten her, wenn die Band umkippt, macht man eben mit Platten weiter. Eine desolate Stromversorgung macht ihm ebenso wenig zu schaffen wie ein arroganter Bräutigam. Vor privaten Schlägen ist er aber auch nicht gefeit, und so muss er sich von seiner Frau verabschieden und auch seine Affäre gibt ihm den Laufpass. All das geschieht in einer Nacht, die noch viele Überraschungen zu bieten hat – und nicht alle davon sind von Max geplant.

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Start: 25.01.
Moritz Bleibtreu ist Ricky, ein Gangster – was sonst –, der frisch aus dem Knast gekommen ist und von einem Leben unter der Sonne Cabreras träumt. Dazu fehlt ihm allerdings das nötige Kleingeld. Also muss ein Job her, den er bei seinem Kumpel Latif (Kida Khodr Ramadan) findet: ein todsicheres Ding, das natürlich mächtig schiefläuft, weil sein chronisch unfähiger Bruder Rafael (Edin Hasanovic) die Beute verliert.

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Start: 18.01.
Die Schlacht von Dünkirchen ist 77 Jahre her, aber in diesem Kinojahr allgegenwärtig. Nach „Churchill“ beleuchtet nun auch „Die dunkelste Stunde“ die Rolle des Premiers Winston Churchill. Er war bereits jenseits der sechzig, als er zum Premierminister ernannt wurde. Der Zweite Weltkrieg tobte in Belgien und Frankreich, England wurde zurückgedrängt, die Lage schien aussichtslos. Niemand wollte den dicklichen Gewohnheitstrinker, der allzu oft seine Meinung offen vor sich hertrug.

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Start: 11.01.
Es zeichnet einen großen Künstler aus, wenn er in verschiedenen Bereichen Meisterhaftes hervorbringt. Ein solcher Meister ist Julian Schnabel wahrlich, zählt er doch nicht nur zu den gefragtesten bildenden Künstlern unserer Zeit, sondern hat es auch bereits mit seinem ersten Film zum gefeierten und vielfach preisgekrönten Regisseur geschafft. „Basquiat“ über seinen Freund und Künstlerkollegen Jean-Michel Basquiat, der viel zu früh verstarb, „Before Night Falls“ über den kubanischen Dichter Reinaldo Arenas und schließlich die Romanadaption „Schmetterling und Taucherglocke“, die in Cannes den Regiepreis gewann – Meisterwerke für sich, die immer wieder auch die eigene Biographie des New Yorkers widerspiegeln.

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Start: 28.12.
Centaur wird er genannt – nach dem sagenumwobenen Fabeltier. Dabei lebt der Held der Geschichte ein bescheidenes Leben mit seiner gehörlosen Frau und ihrem kleinen Sohn in der Steppe Kirgisistans am Rande von Bishkek, hoch oben in den Bergregionen der Hauptstadt. Doch nachts schleicht er in die Ställe der reichen Großgrundbesitzer und befreit die edlen Rennpferde. Er will die Ehre und das Glück seines Volkes wiederherstellen, indem er der alten Legende nach auf einem edlen Pferd zum Himmelsvater emporreitet.

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Start: 14.12.
Das Kino von Claire Denis („Beau travail“) ist sperrig und verschließt sich zumeist dem Zugang einer breiten Zuschauerschaft. In ihrer Heimat wird sie verehrt, hierzulande ist sie kaum bekannt. Da überrascht sie uns mit ihrem zugänglichsten Werk, der Selbstfindung einer Frau in den „besten Jahren“. Juliette Binoche ist Isabelle, eine angesehen Künstlerin, die sich in den blasierten Kreisen der Kunstwelt bewegt, aber nie richtig dazugehörte. Trotzdem versucht sie, sich ein wenig anzupassen – an die Unangepassten, die auch nur das Klischee leben.

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Start: 14.12.
Der Schotte Andy Goldsworthy schafft vergängliche Kunst in der Natur – als Teil und mit der Natur. Fragile Skulpturen, kunstvolle Collagen, Skulpturen, die von Regen und Schnee geformt werden. Der Dokumentarfilmer Thomas Riedelsheimer begleitete ihn bereits zur Jahrtausendwende und schuf mit „Rivers and Tides“ ein eigenes Kunstwerk mit eindrücklichen Bildern der Kunst Goldsworthys.

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Start: 07.12.
Ein Leben für ein Leben: Innerhalb der Mauern eines Krankenhauses spielen sich alle Winkel der emotionalen Klaviatur ab. In einem Raum müssen die Angehörigen mit dem Verlust klarkommen, während in einem anderen neues Leben geboren wird. Im ersten Raum finden sich die Eltern des 17-jährigen Simon wieder, nachdem ihr Sohn bei einem Surfunfall ins Koma fiel. Nun müssen die getrennt lebenden Eltern eine Entscheidung treffen, die das Leben von Claire retten könnte.

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