Lothringair 2018: Bilder

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Der Maskottchenmacher

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Knopfgeschichten

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Einige Impressionen vom 5. Lothringair-Festival am 16. Juni 2018. Fotos: Birgit Franchy

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Das Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen eröffnete in Kooperation mit dem Fachbereich Gestaltung an der Fachhochschule Aachen und der Designmetropole Aachen im März letzten Jahres eine neue Abteilung, die sich der internationalen zeitgenössischen Objekt- und Kommunikations-Gestaltung widmet: LuForm Design Department. Ausgehend von der designstarken Euregio im Dreiländer-Grenzgebiet von Belgien, den Niederlanden und Deutschland wurde …

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Knuddeln, tanzen oder sich wegdrehen – Menschen reagieren ganz unterschiedlich, wenn ein Maskottchen auf sie zukommt. Hans van Almsick, der mit seiner Agentur tausendschön in Köln Maskottchen produziert, aber auch selber spielt, muss sensibel damit umzugehen wissen und Spaß verbreiten.

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Die Suchthilfe Aachen bietet mittags ein warmes Essen für ihre Klienten an. Ende Mai wurde zum vierten Mal zur Mottowoche eingeladen. Thema war diesmal: „Futtern wie bei Muttern – ein kulinarischer Streifzug durch das schöne Rheinland“.

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„This exhibition put Aachen back on the map again“ ist nur eine der euphorischen Aussagen, die über die aktuelle Ausstellung von Casey Spooner im NAK auf Instagram zu lesen sind. Der soeben neu bestätigte Direktor und künstlerische Leiter des Neuen Aachener Kunstvereins, Maurice Funken, hat damit einen ganz großen Coup gelandet. In Aachen haben Besucher noch bis zum 27. Mai Zeit, Teile der Ausstellung zu sehen. Wir haben ein paar Bilder mitgebracht. Unbedingt hingehen!

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Wer oder was bitte ist Mariaweiler und was hat dieser Ort zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres in einem Aachener Stadtmagazin zu suchen? Seinen unverhofften Ruhm verdankt der Stadtteil von Düren einer Challenge, der sich unsere Redaktion im Sommer 2017 gestellt hatte: Mehrere Endstationen des AVV sollten angefahren werden. Ich landete versehentlich in Mariaweiler („Ohne App und doppelten Boden: Endstation Mariaweiler“, Juli 2017).

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Wie die Jungfrau zum Kinde kamen die beiden Aachener Designerinnen Barbara Brouwers und Petra Kather vor zehn Jahren zu einer außergewöhnlichen Geschichte. Nach einem Hinweis fanden sie auf Feldern vor den Toren Aachens unzählige Porzellanknöpfe. Die Funde ließen sie nicht mehr los, immer tiefer tauchten sie in die Thematik ein, sammelten, recherchierten und befragten Zeitzeugen. Nach neun Monaten hatten sie ein faszinierendes Stück Aachener Geschichte ans Tageslicht befördert.

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Zehn Jahre haben die beiden Autoren Ingo Deloie (langjähriger Mitherausgeber des Alemannia-Fanzines „In der Pratsch“ und Historiker an der RWTH Aachen) und Dr. René Rohrkamp (Leiter des Stadtarchivs Aachen) recherchiert, bis das gemeinsam mit der Ausstellung „Alemannia 1933 bis 1945“ konzipierte und drei Tage vor Ablauf der Ausstellung erschienene Buch vorlag.

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Gisela Läufer arbeitet seit 40 Jahren bei Laborbedarf Mohr in der Kármánstraße. Früher gab es noch eine Laborglasbläserei auf der ersten Etage des Wohnhauses in unmittelbarer RWTH-Nähe. Später wurden auch Neonröhren für Werbung geblasen.

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Orhan Aras betreibt seit 25 Jahren den Euro-Kiosk an der oberen Vaalser Straße. Für seine Gäste ist er Häuptling, Streetworker und gute Seele des Viertels in Personalunion. Um 10 Uhr trifft man sich zu Feierabendbier, Frühschoppen und Kaffee. Sogar Elvis ist Stammgast.

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Das Zweiergespann Marcus Loos und Peter Niedermayr kommt aus dem Feiern nicht mehr heraus. 2017 begingen sie den 40. Geburtstag des Café Kittel, das sie 2014 übernommen haben, im Mai feiert das Last Exit, ihre andere Location, seinen 25sten. Als sie die Kneipe vor 17 Jahren übernommen haben, hatten sie sich eigentlich gerade geschworen, sich nur noch auf ihr Studium zu konzentrieren. Aber wie meistens ist es anders gekommen. Mit uns haben sie über das Kneipenleben und die Veränderungen in den letzten 20 Jahren gesprochen und ihre Pläne für das Jubiläum vorgestellt.

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Bei diesem Kinobesuch fallen mehrere Dinge sofort auf und aus der Reihe. In den Kinosaal gelangen nur bis zu 10 Personen auf einmal. Vorher müssen sie durch eine Sicherheitsschleuse und ihren Ausweis abgegeben. Ins Gebäude kommt nur, wer vorher schon namentlich angemeldet ist. Die Besucher werden von behandschuhten Polizeibeamten abgetastet und ein Smartphone darf garnicht …

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Eine neue Spielstätte, die selbst vielen Aachenern unbekannt ist, wurde jetzt auch für das Kulturfestival X entdeckt, nachdem zuletzt die RWTH gemeinsam mit dem Team der Burg Wilhelmstein hier einige Veranstaltungen durchgeführt hatte (z. B. die Lesung von Ronja von Rönne): Mitten in der Stadt befindet sich die Couvenhalle, ist jedoch nicht ganz leicht zu finden, denn sie liegt etwas versteckt hinter dem Gebäude der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen in der Kármánstraße.

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Einst war die Schirmfabrik Emil Brauer einer der großen Schirmproduzenten mit rund 1.000 Angestellten. Das ehemalige Firmengebäude an der Jülicher Straße beherbergt heute das Ludwig Forum. Auf der gleichen Straße, unter der Hausnummer 51, gibt es das 1882 gegründete Unternehmen immer noch. An einem grauen Tag im März mache ich mich zu dieser Adresse auf.

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In den letzten beiden Ausgaben haben wir Knubbens Häusgen und den Kennedy-Kiosk vorgestellt. Dabei haben wir gelernt, dass Kioske samstags um 22 Uhr schließen müssen und auch sonn- und feiertags geschlossen sein müssen. Bevor wir mit der Reihe fortfahren, wollten wir bei der Stadt nachhören, was es für Bestimmungen gibt. Außerdem haben wir die Leserfrage geklärt: Was ist überhaupt ein Kiosk? Rita Klösges vom Presseamt hat uns aufgeklärt.

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Kurz bevor bei der Comiciade in Aachen am 14. und 15. April im Alten Schlachthof den Comics gehuldigt wird, erinnert das Aachener Stadtarchiv an eine denkwürdige Aktion im November 1958. Comics wurden damals als Schundliteratur gesehen, von denen eine jugendgefährdende Wirkung ausgehen sollte. In vielen deutschen Städten gab es zu der Zeit „Schmökergrab“-Aktionen. Hierbei erhielten …

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„Ich kenne den Tod schon lange, doch jetzt kennt der Tod auch mich.“ – Nach diesem Satz wusste ich, dass ich diesen Roman nicht so schnell aus der Hand legen würde. Oft entscheidet schon der erste Satz, ob man das Buch gelangweilt zur Seite legt oder unweigerlich in den Strudel gerät und es fast in einem Atemzug zu Ende lesen muss. Benedict Wells weiß sehr genau, wie er seine Geschichten spinnen muss, um den Leser zu fesseln.

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Seit 2003 betreibt Erdal Kazak seinen Kiosk mitten in der Aachener Innenstadt, an der Peterstraße. In den letzten zwei Jahren ist Kazak immer wieder ins Rampenlicht gerückt, da er sich weigert, das neue Ladenschlussgesetz zu akzeptieren, das die Stadt Aachen plötzlich vehement durchsetzen will. Dabei geht es darum, dass Kioske samstags um 22 Uhr schließen müssen und auch an Sonn- und Feiertagen geschlossen bleiben müssen – was den Kioskgedanken an sich, nämlich dann verfügbar zu sein, wenn andere zu haben, ad absurdum führt. Im Dezember hat Erdal Kazak seine Klage gegen die Stadt verloren und muss 8.000 Euro Strafe bezahlen. Aufgeben will er trotzdem nicht. Wir haben ihn besucht und mit ihm über seine Arbeit und sein Viertel gesprochen.

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Der Zufall ermöglicht mitunter erstaunliche Begegnungen. Ich habe Dr. Heinz Günther Hüsch kennengelernt, den Mann, der mich gekauft hat. Und meine Mutter. Und meinen Vater. Sowie rund 226.000 deutschstämmige Menschen aus Rumänien. Auch wenn er bei unserem Treffen sagte, dass er nicht uns gekauft hat, sondern unser Ticket in die Freiheit, fühlt es sich trotzdem komisch an, als Kind nur 1.800 Mark gekostet zu haben. Genau vor 50 Jahren, im März 1968, startete der größte Freikauf der deutschen Geschichte. Er endete 1989 nach dem Sturz des Regimes und der Exekution des Diktators Ceaușescu. Erst 20 Jahre später wurde die Geheimhaltung aufgehoben.

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Dr. Heinz Günther Hüsch, Rechtsanwalt und früherer Landtags- und Bundestagsabgeordneter, war von 1968 bis 1989 zuständig für die sogenannte „Geheimsache Kanal“, eine Chiffre für den Freikauf von Rumäniendeutschen. Wir haben Herrn Hüsch im Februar in Neuss besucht und mit ihm gesprochen.

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Knubbens Häusgen steht schon viele Jahrzehnte in Burtscheid. Das ursprüngliche Milchbüdchen hat bereits mehrfach den Besitzer gewechselt. Vor sechs Jahren hat Nazim Aras das kleine, freistehende Häuschen mit der Hausnummer null übernommen und liebevoll umgebaut. Von außen hat es der Kioskbetreiber, der eigentlich gar keiner werden wollte, von Künstler Matthes Straetmans (Lazy 65) gestalten lassen. …

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„Gemeinwohl geht vor Eigenwohl.“ – So lautet die gesetzliche Grundlage, die es in den letzten 120 Jahren ermöglicht hat, Wohneigentum zu enteignen, Menschen umzusiedeln und Kulturdenkmäler einzureißen – für ein höheres Wohl, die Kohlegewinnung, die zur Energieerzeugung notwendig war. Doch die Zeiten haben sich geändert. Immer mehr Menschen sind überzeugt, dass es dem Gemeinwohl eher dient, auf die klimaschädliche Braunkohle zu verzichten. Nutznießer scheinen jetzt nur noch die großen Konzerne zu sein. Das wollen die Menschen in der Region nicht mehr hinnehmen. Unterstützung bekommen sie von Umweltaktivisten und der Presse, die dem Thema derzeit international Beachtung schenkt.

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Seit zwei Jahren verzückt Gretel Völlings (91) auf Märkten in der Weihnachtszeit die Besucher mit ihren filigranen, aus Mohnkapseln geschnitzten Christbaumanhängern, die eine wohltuende Abwechslung in die Angebotspalette der Märkte bringen und zugleich kleine Kunstwerke sind. Bei einem Werkstattbesuch haben wir mit ihr über ihr Leben und ihre Arbeit gesprochen.

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Noch nicht ins Centre geschafft? Die Ausstellung „Bier und Wir – Brauen, Trinken, Feiern in Aachen“ wurde verlängert und läuft noch bis zum 8. April 2018 im Centre Charlemagne. Fotos: Birgit Franchy Hintergrundinfos zur Ausstellung: movieaachen.de/2018/01/25/bier-wir/

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CREATIVE.NRW, das Netzwerk der Kreativen in NRW, hat als Kompetenzzentrum des Landes zum ersten Mal fünf CREATIVE.Spaces für ihre außergewöhnliche Leistung im Bereich Vernetzung nicht nur unter Kreativen, sondern auch mit Akteuren aus Wirtschaft, Gesellschaft, Verwaltung und Politik ausgezeichnet.
Die Designmetropole Aachen war unter den glücklichen Preisträgern. Während des Jahres besuchten sich die Netzwerke im Rahmen einer Roadshow untereinander, um gegenseitig von ihrer Ideenvielfalt zu profitieren. Im Dezember luden
Patricia Yasmine Graf und Fabian Seibert von der Designmetropole nach
Aachen ein. Wir waren dabei und stellen die Netzwerke und ihre Ideen kurz vor.

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Ronja von Rönne kokettiert gerne mit ihren Unzulänglichkeiten wie Schreibblockaden und Befürchtungen, vor leeren Lesungen zu sitzen. Das erinnert mich an Bukowski. Mit einem Unterschied: Seine Lesungen waren wirklich prall gefüllt, was man von der Couvenhalle nicht behaupten kann.

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Im Domkeller haben sie sich vor 20 Jahren kennengelernt: Sandra Salagoudis, die Wirtstochter, bediente hinter der Theke, Milos Sous bestellte davor brav sein Kinderbier. Immer öfter zog es ihn in den Domkeller am Aachener Hof, und die beiden wurden ein Paar. Ein Leben als Gastronomen kam ihnen da noch nicht in den Sinn, ein Leben in Aachen auch nicht. Die beiden gingen gemeinsam nach Berlin und arbeiteten zehn Jahre in der kreativen Branche. Als 2008 der Domkeller sein 30-jähriges Salagoudis-Jubiläum feierte, war der Patron bereits schwer erkrankt. Tochter Sandra kam mit Mann und Zwillingsbabys aus Berlin zurück. Was als Zwischenstopp geplant war, veränderte ihr Leben.

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Ortsbesuch. Aus Richtung Morschenich geht es von Westen an den Hambacher Forst heran. Vor zwei Jahren ist hier gerodet worden. Hier verlief eine Brücke über die ehemalige A 4. Heute ist da nichts mehr. Ein lehmiger Boden, ein paar selbstgezimmerte Straßensperren, nicht schwer zu überklettern. Die Baumstämme sind abtransportiert. Ansonsten Leere, der Blick reicht bis …

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Ihr fragt euch schon die ganze Zeit, wie ihr diesen fancy Weihnachtsbaum hinbekommt, den wir in der Dezember-Wurstausgabe abgebildet haben? Ganz einfach: einen Trichter aufstellen, darauf eine Styroporrolle. Auf dieser Petersilienbüschel festbinden (Draht) oder feststecken. Das Ganze mit kleinen Würstchen und Schinkenröllchen und Oliven verziehren. Schöne Feiertage!

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Die Entwicklungen um den Hambacher Forst und der aktuelle Ortsbesuch haben einigen Fragen aufgeworfen. Wir haben Dipl.-Geogr. Dirk Jansen, Geschäftsleiter des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen e. V., um eine Einschätzung gebeten. Der BUND hat aktuell den Rodungsstopp erwirkt und setzt sich für den Erhalt des Forstes ein.

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