Ein Objektiv macht subjektiv

Der MOVIE-Guide zu den traurigsten Momenten (im 1. Halbjahr 2018)

Bilder: MühlenMadness-Festival 2018

Niemandsland Session

Kimiko „Isle of Art“

Le Micro Festival

Westworld

Knubbens Häusgen steht schon viele Jahrzehnte in Burtscheid. Das ursprüngliche Milchbüdchen hat bereits mehrfach den Besitzer gewechselt. Vor sechs Jahren hat Nazim Aras das kleine, freistehende Häuschen mit der Hausnummer null übernommen und liebevoll umgebaut. Von außen hat es der Kioskbetreiber, der eigentlich gar keiner werden wollte, von Künstler Matthes Straetmans (Lazy 65) gestalten lassen. …

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„Gemeinwohl geht vor Eigenwohl.“ – So lautet die gesetzliche Grundlage, die es in den letzten 120 Jahren ermöglicht hat, Wohneigentum zu enteignen, Menschen umzusiedeln und Kulturdenkmäler einzureißen – für ein höheres Wohl, die Kohlegewinnung, die zur Energieerzeugung notwendig war. Doch die Zeiten haben sich geändert. Immer mehr Menschen sind überzeugt, dass es dem Gemeinwohl eher dient, auf die klimaschädliche Braunkohle zu verzichten. Nutznießer scheinen jetzt nur noch die großen Konzerne zu sein. Das wollen die Menschen in der Region nicht mehr hinnehmen. Unterstützung bekommen sie von Umweltaktivisten und der Presse, die dem Thema derzeit international Beachtung schenkt.

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Der erste Tagebau-Abschnitt, Garzweiler I, begann 1983, Garzweiler II im Jahr 2006. Laut Genehmigungen wird die letzte Braunkohle im Jahre 2045 gefördert werden, auch wenn hinter diesen Zeitplan nach den Protesten von Klimaschützern und Tagebaugegnern und vor allem durch die dramatische Veränderung der energiepolitischen Rahmenbedingungen in den letzten Jahrzehnten ein dickes Fragezeichen gemacht werden darf. Egal, wie lange der Tagebau noch fortbestehen wird – es wird weitere Jahrzehnte dauern, bis über die riesigen Baugruben im wahrsten Sinn des Wortes Gras gewachsen ist.

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Kultur – Kunst, Theater, Musik

2018 jährt sich der Geburtstag von Barthold Suermondt zum zweihundertsten Mal. Das Suermondt-Ludwig-Museum nimmt dies zum Anlass, den Sammler, dem es zumindest die Hälfte seines Namens verdankt, mit einer außergewöhnlichen Ausstellung zu ehren.

Suermondt, Sohn eines Niederländers und einer Engländerin und in Utrecht geboren, war ein gesellschaftlich Begünstigter. Bereits in jungen Jahren begann seine überaus erfolgreiche Karriere als Unternehmer beim belgischen Stahlwerk Cockerill, das er 1940 übernahm und aus einer schweren wirtschaftlichen Krise heraus zu neuer Blüte führte. Er besaß in der Folge Bergwerkkonzessionen, gründete eine Privatbank und gehörte zu den Gründern der Metallurgischen Gesellschaft zu Stolberg, der späteren Stolberger Zink. Ungeachtet seiner Bedeutung als Kunstmäzen gilt es wohl auch, Barthold Suermondt als Unternehmer und als Person des öffentlichen Lebens wiederzuentdecken.

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Oh, du Zeitlupeneffekt, du könntest so schön, so erhaben sein, würde man dich behutsam behandeln und nicht gewaltsam in Szenen pressen, in denen es nur darum geht, die Zeit zu überbrücken oder gar totzuschlagen.

Komik oder nicht Komik, das ist hier die Frage!

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Tito Tequilas fulminante Rock-Oper über den Übach-Palenberger Live-Club Outbaix feiert Premiere.

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Film

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