SIGN Guitars

Düsseldorf Photo – Ein neues Festival für die künstlerische Fotografie

#endcoal – Immerather Dom wird Symbol für Kohleausstieg

Orte ohne Wiederkehr

BIP Lüttich – Bühne der Foto-Avantgarde und Nachwuchs-Sprungbrett

„Paulette“ – Eine Seniorin wird zur Drogendealerin

Westworld

Das Memory aus unserer Wurstausgabe als PDF zum Download: 2 x ausdrucken, ausschneiden und los! Es geht um die Wurst! Wer findet mehr Pärchen?

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Es ist jedes Jahr aufs Neue eine logistische Herausforderung für die 1.111 Karnevalisten, die 111 Festwagen sowie die 111.111 Reinigungskräfte des Stadtbetriebs, den Rosenmontagszug reibungslos über die Bühne, sprich Aachens Hauptverkehrsadern zu bringen. Neben wettertechnischen Unwägbarkeiten (Sonnenschein), zugkräftigen kulturellen Konkurrenzveranstaltungen (Arnold Schönbergs Zwölftonsymphonie für zwei Triangeln und drei Küchenmixer) und zahlreichen seit dem Zweiten Weltkrieg nicht ausgebesserten Schlaglöchern auf der 111 km langen Route steht vor allem eine Frage im Mittelpunkt von Organisatoren und Zuschauern: Was schmeißen die diesmal alles?

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Der niederländische Titel der Ausstellung „Unvollendete. Nooit gebouwd Maastricht“, die bereits im Dezember letzten Jahres im Bureau Europa in Maastricht startete, lässt in deutschen Ohren Franz Schuberts Sinfonie in h-Moll, auch die Unvollendete genannt, anklingen. Aber das sind nur wir Teutonen. Die Show demonstriert anhand etlicher liebevoll zusammengetragener und fachkundig kommentierter Exponate, was in Maastricht einstmals geplant, aber letztlich nicht realisiert wurde. Manches davon gelangte nur bis zum Entwurf, anderes bis zum Modell. Für einiges wurde gerade einmal das Fundament gegossen, während weniges es immerhin fast bis zur Fertigstellung brachte.

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Kultur – Kunst, Theater, Musik

Das Kunst- und Kulturzentrum der StädteRegion Aachen, kurz KuK, startet dieses Jahr seinen Ausstellungskanon mit den Arbeiten einer außergewöhnlichen Künstlerin. Die Amerikanerin Jessica Lange, die heute auf eine vierzigjährige Karriere als Schauspielerin zurückblickt und sechsmal für den Oscar nominiert war, wird nun endlich auch hierzulande als Fotografin entdeckt. Die Ausstellung „Unseen“ zeigt 132 Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die im Laufe von zwei Jahrzehnten in Europa, Mexiko und den USA entstanden.

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LIEBE BIGGI! Nun möchtest Du wissen, wie es mir in diesem Monat ergangen ist. Das möchte ich auch gern wissen. Bzw. würde ich mich auch nicht heiraten, sagte mein Vater mal über sich selbst; also: 4heiratet bin ich immer noch nicht! Ich glotzte Fotos im Netz an und blieb nicht nur auf www.Punkfoto.de, sondern auch auf Romy Schneider hängen: Ich dachte mal, dass ich so schön wie Sissi alias Romy sei und doch wurde sie nur 43, 45 oder so, wie 1 Kerze, die an beiden Enden brennt – ist sie 4glüht …, so jung und drall und die Augen voller Neugier und Hoffnung, später dann: 1 gebrochene Frau, rauchend auf dem Bett, die Augengegend geschwollen, die Augen tot: Oh Gott, geht es uns allen so?

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Wer die aktuelle Ausstellung im IKOB betritt und kein Butzer-Kenner ist, wird zunächst denken, es handelte sich um zwei extrem verschiedene Künstler, die hier ausstellen.
Für seine erste Einzelausstellung in Belgien hat der deutsche Künstler zwölf seiner Werke ausgesucht: eine Retrospektive seiner Malerei, welche die Bedeutung von Chronologie hinterfragt. Zum einen besteht die Ausstellung aus bunten, dennoch düsteren Malereien, die Butzer 1999 und 2000 fertigstellte. Im Gegensatz dazu stehen seine Gemälde ab dem Jahr 2011, in denen Schwarz die Hauptrolle spielt. Zwischen den bunten und schwarzen Sequenzen befindet sich eine elf Jahre währende Zeitspanne, die der Künstler bewusst ausspart.

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Film

Start: 22.02.
Anfang der Siebziger, lange bevor der Begriff „Whistleblower“ überall zu lesen war, sorgte ein Mitarbeiter des US-Militärs für einen Skandal: Er übergab streng geheime Dokumente an die New York Times, aus denen hervorging, dass die amerikanische Regierung das Volk jahrelang über die Aussichtslosigkeit des Vietnam-Konflikts im Dunkeln ließ. Die Times veröffentlichte einen Teil der Akten, und die Regierung unter Nixon drohte der Zeitung mit ihrer Stilllegung, sollte sie weiter berichten. Die Akten landeten auch auf dem Schreibtisch der Washington Post. Durch den plötzlichen Tod ihres Mannes war Katharine „Kay“ Graham zuvor Chefin des Verlagshauses geworden. Keine einfache Aufgabe, muss sie sich doch in einer Männerwelt behaupten.

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Eine kompakte Filmanalyse mehrerer Filmszenen von Jacques Tatis Meisterwerk aus dem Jahre 1967. Als Perfektionist, der er zweifellos war, überließ Tati nichts dem Zufall und komponierte jedes auch noch so beiläufig erscheinende Detail zu einem großartigen surrealen und subtil erzählten Spiegel der Moderne am Ende der 60er Jahre.

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Ein Briefträger mit einem eher geruhsamen Job in einem Villenviertel bekommt eines Tages einen neuen Zustellbezirk zugeteilt – und die dreifache Menge an auszuliefernder Post. Die jedoch will niemand wirklich haben, denn auch vor rund zehn Jahren, als der Film entstand, bestand der Großteil der Post nicht mehr aus Omas Geburtstagsgruß oder Onkel Heinrichs Urlaubskarte.

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Start: 15.02.
In manchen Kommentarspalten sammeln sich bereits erste Stimmen, die den neuen Film von Guillermo del Toro niedermachen. Aber ihr, liebe Leserinnen und Leser der Movie, solltet euch von den Hatern nicht beirren lassen! Del Toros Außenseitermärchen ist nämlich ein zauberhafter Film, einer, der die Klaviatur des Kinos mit scheinbarer Leichtigkeit spielt, kurzum: ein Meisterwerk. Wie in „Pans Labyrinth“ verquickt der Autorenfilmer einen Fantasyplot mit einem realen historischen Kontext. Was bei „Pan“ das faschistische Spanien war, ist hier der Kalte Krieg mit dem Wettrüsten zwischen Amerikanern und Russen.

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Start: 15.02.
Der neue Thriller von Ridley Scott machte bereits im Vorfeld seiner Premiere einige Schlagzeilen, als 1. der Auftritt von Kevin Spacey wegen der gegen ihn erhobenen Missbrauchsvorwürfe gestrichen und sein Part mit Christopher Plummer neu abgedreht wurde und als 2. herauskam, dass Mark Wahlberg beim kurzfristig anberaumten Nachdreh eine um 99 Prozent höhere Gage als seine Kollegin Michelle Williams erhielt. Im Kontext der aktuellen Sexismusdebatte in Hollywood und anderswo ist „Alles Geld der Welt“ also kein unbeschriebenes Blatt, doch über den Film selbst sagt das freilich nichts aus.

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Start: 08.02.
Ein weißer Fleck auf der Landkarte, schroff und erbarmungslos. Die Winter sind hier in Wyoming besonders hart mit Minustemperaturen im zweistelligen Bereich. Der Jäger Cory Lambert entdeckt eine junge Frau im Schnee. Doch ihr Körper liegt nicht irgendwo, sondern am Rande des Indianerreservats Wind River und auch das tragische Opfer ist indianischer Abstammung. Für die Bundespolizei ist der Fall damit unwichtig. Soll sich doch die Behörde für indianische Angelegenheiten damit abgeben. Die junge FBI-Agentin Jane Banner wird von der Ausbildung im 800 Meilen entfernten Las Vegas in die verschneite Gegend beordert. Je mehr sie über die Zustände in dem Reservat erfährt, desto mehr fühlt sie sich verpflichtet, den Fall aufzuklären.

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Der Schauspieler Dwight Frye würde am 22. Februar seinen 119. Geburtstag feiern, wurde aber leider schon im Alter von 44 Jahren abberufen. Gelernter Konzertpianist, spielte er lange Zeit am Broadway hauptsächlich komödiantische Rollen, bis ihm 1931 in Hollywood der Durchbruch gelang – mit einer Nebenrolle, die dann auch wie ein Fluch auf seiner restlichen Karriere …

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Ein Bankraub will stets sorgfältig geplant sein – vor allem dann, wenn er bei völliger Dunkelheit stattfinden soll. Aber auch die akribischste Vorbereitung nützt wenig, wenn die lange Wartezeit bis zum Coup an den Nerven zehrt.

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Start: 01.02.
Die Welt dreht sich um Reynolds Woodcock. Der Modedesigner lebt ein von strengen Regeln diktiertes Leben im London der 1950er. Der Erfolg gibt ihm recht, die Frauen liegen ihm zu Füßen. Doch kaum eine Frau hält es länger als ein paar Monate mit ihm aus. Da trifft er auf die resolute Kellnerin Alma. Reynolds ist fasziniert von der hochgewachsenen Frau, deren Maße und unverblümte Direktheit ihn faszinieren. Doch auch Alma muss sich den Launen des Meisters unterwerfen, versucht dabei aber, ihre Autonomie zu bewahren.

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Start: 01.02.
Wenn andere feiern, müssen Max und sein Team schuften. Seit 30 Jahren organisiert er feudale Hochzeiten für gut betuchte Kunden. Dabei kann ihn nichts aus der Ruhe bringen: Wenn das Fleisch ausfällt, müssen spontan Pasteten her, wenn die Band umkippt, macht man eben mit Platten weiter. Eine desolate Stromversorgung macht ihm ebenso wenig zu schaffen wie ein arroganter Bräutigam. Vor privaten Schlägen ist er aber auch nicht gefeit, und so muss er sich von seiner Frau verabschieden und auch seine Affäre gibt ihm den Laufpass. All das geschieht in einer Nacht, die noch viele Überraschungen zu bieten hat – und nicht alle davon sind von Max geplant.

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