Der MOVIE-Guide zu den neuesten Trendbieren

Kneipen & Musik

Die Kneipen–Enzyklopädie

L’incoronazione di Poppea

Vincent will Meer

Raststätte: The Next Generation

Meine Freundin sagt, es trinken sowieso alle und Alkohol ist bei uns Kulturgut. Dran zu +, ist 4 jeden 1 Ehre, aber niemand sagt es laut. Es wird allgemein akzeptiert und nur heimlich beweint. Meine Kneipe war das HQ. Wo ich mal 1997 hin mitgenommen wurde und es wäre 4 me in meinem Inneren nie als „Kneipe“ bezeichnet gewesen, vielmehr als „Wohnzimmer“, in dem man sich mit „seiner Familie“ trifft. Am Tresen sah ich: Menschen, die bei N8 ziemlich interessant und gut aussahen, bei Tag aber jeglichen Glanz 4loren hatten, sich dessen jedoch nie gewahr wurden. Natürlich bestellten sie Bier.

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#KulturinAachen hat es nicht leicht: Kaum wird in ein schönes Festival wie das Kimiko Festival 2017 auf die Beine gestellt, kann man sicher sein, dass sich wieder Anwohner finden, die drei Tage unter den „unverschämt egoistischen, rücksichtslosen Kulturtreibenden“ leiden, Unterschriftenaktionen gegen diese Barbarei sammeln und bei der Stadt einreichen und ihr empörtes Konterfei in die …

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In der oscargekrönten Dokumentation werden Impressionen aus einer Glasbläserwerkstatt den Aufnahmen industrieller Glas-
produktion gegenübergestellt. Der Kontrast von Handwerk und Maschinenwelt wird auch musikalisch durch den Cool Jazz der 50er versus rhythmische, präkraftwerkeske Sounds unterstützt. Faszinierend unterhaltsam.

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20.000 Kostüme schlummern im Fundus des Theater Aachen in Räumen einer alten Fabrik auf dem Gelände des mörgens und warten darauf, wieder zum Einsatz zu kommen. Weiße Blusen und klassische Anzüge haben es da leichter, als ein Kleid, das der Königin der Nacht für eine Produktion auf den Leib geschneidert wurde. Und weil jede Produktion …

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In Ausstellung „Bier und Wir – Brauen, Trinken, Feiern in Aachen“ läuft noch bis zum 25. Februar 2018 im Centre Charlemagne. Fotos: Birgit Franchy

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Ein Tag im Londoner Pub „The Camden Eye“. Das filmische Originalmaterial wurde in Schwarz-Weiß konvertiert und mit bizarren Animationen verfremdet, während der Originalton unverändert zu hören ist.

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Der Roman „Minority Report“ von Philip K. Dick – und dessen Verfilmung durch Steven Spielberg – zeichneten die Zukunftsvision eines perfekten Staates. In ihm gehört Kriminalität der Vergangenheit an, da die Menschheit einen Weg gefunden hat, zukünftige Taten bereits in der Gegenwart zu verhindern. Diese Vision ist längst nicht mehr reine Utopie. Schon heute arbeiten Einsatzkräfte etwa in Chicago, Paris und Berlin mit Früherkennungssystemen, die eine Vielzahl von Daten auswerten und auf diese Weise potenzielle Verbrechensherde ausmachen. Menschen werden kategorisiert und die Wahrscheinlichkeit einer Straftat ermittelt.

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1989: ein Schicksalsjahr – nicht nur für das Land, in dem Anne (Josefine Preuß) lebt, sondern auch für sie. Ihr Verhältnis zur DDR ist gespalten. Ihre Mutter wurde vor Jahren in den Westen abgeschoben, weil sie für Wolf Biermann auf die Straße ging. Ihr Vater ist ein Duckmäuser, der um seine Anstellung am Ost-Berliner Theater bangt. So bekommt er auch nicht mit, dass Anne schwanger ist. Er weiß noch nicht einmal, dass das Kind von Matti (Marc Benjamin) ist – ausgerechnet dem Sohn seines Erzfeinds Harry (Devid Striesow) am Theater. Matti reagiert nicht gerade euphorisch, als er es von Anne erfährt. Also steht ihr Entschluss fest: sie will rübermachen in den Westen zu ihrer Mutter, zur Not allein.

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Das Kulturrestaurant Pfannenzauber am Suermondtplatz ist eines der Beispiele für einen Gastrobetrieb, der sich einem abwechslungsreichen Konzept verschrieben hat. Hier werden nicht nur leckere vegane Gerichte auf die Teller der Gäste gezaubert, das Restaurant verzaubert auch mit kulturellem Flair, Wohlfühlatmosphäre und Veranstaltungsvielfalt.

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Die ältere, alleinlebende Dame hat kein Glück im Lotto. Immer werden die falschen Zahlen gezogen. Dabei ist sie doch finanziell nicht gerade üppig versorgt, hat aber eine illustre Schar an Nachkommen – Kinder, Enkel und Urenkel, die sich sicher über einen kleinen Geldschein per Grußkarte freuen würden. Zeit für den Plan B.

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Zur Wache kam ein Mann, erbost gab er dort an, sein Auto habe man beschmiert, darüber sei er sehr pikiert Mit Farbe sei’s besprüht, wo er doch stets bemüht, die Vorschriften zu beachten, die Menschen bisher so machten. Kein Parkplatz war mehr frei, drum war’s ihm einerlei, nur einmal falsch zu parken, endet ja nicht …

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Die Brüder Joel und Ethan Coen bereichern seit mehr als drei Jahrzehnten die Filmwelt mit ihren grotesken, tiefschwarzen Geschichten. Den Anfang nahm alles bereits 1984: der Mord, die Intrige, der schwarze Humor – in „Blood Simple“, ihrer kleinen, feinen Hommage an die Klassiker des Film Noir, ist alles bereits ausgelegt. Selbst Frances McDormand ist in der Hauptrolle zu sehen, zwölf Jahre bevor die Coen-Brüder sie zu Oscarehren führten, indem sie ihr die grandiose Hauptrolle in „Fargo“ schrieben. Mit ihrem Meilenstein in Schneeweiß und Blutrot teilt „Blood Simple“ die Stimmung und den Erzählstil. Wie „Fargo“ entführt ihr Frühwerk den Zuschauer in die Abgründe menschlichen Handelns.

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„Opa wurde 100jährig, stets trank er Degraa obergärig.“ Den alten Werbespruch kann in Aachen jeder herunterbeten. Er ist ja auch zu schön. Dennoch scheint angezeigt, die Geschichte dieser und anderer Allgemeinplätze zum Thema Biergenuss einmal historisch präzise zu verorten. Das dachte man sich auch im Neuen Stadtmuseum am Katschhof und schritt mutig zur Tat, denn lang und reich ist sie, die Aachener Geschichte vom Bier und vom Brauen, und das Unterfangen kein einfaches. Bei den hunderten von Ausstellungsstücken, vom Bierdeckel bis zum Zapfhahn und vom Flaschenetikett bis zum Barhocker, die für die Ausstellung „Bier & Wir“ zusammengetragen wurden, drängt sich zunächst die Frage auf, woher das alles stammt, was da im Oktober im Centre Charlemagne seinen Platz finden soll.
Die Ausstellung ist zu sehen vom 14.10.2017 bis 25.02.2018.

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Ich liebe Collagen und ich liebe die collagenartigen Gemälde von Romain Van Wissen. Darf ich das einfach so naiv sagen, ohne sie kunsthistorisch hinterfragt zu haben? Ja, ich darf. „Betrachter dürfen Bilder einfach genießen. Es ist nicht schlimm, das zu tun!“ Mit dieser Aussage überrascht Frank-Thorsten Moll, Direktor des IKOB und Kurator, bei der Einführung in die Ausstellung „WHO IS IN THE HOUSE“.

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