Europa, Europa

Kurzfilm: The Gunfighter

Porträt: Gretel Völlings

Der MOVIE-Guide zu den besten Glückskeks-Sprüchen

Domkeller: 40 Jahre Familie Salagoudis

Um den Forst alleine geht es schon lange nicht mehr

Westworld

Die Entwicklungen um den Hambacher Forst und der aktuelle Ortsbesuch haben einigen Fragen aufgeworfen. Wir haben Dipl.-Geogr. Dirk Jansen, Geschäftsleiter des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Nordrhein-Westfalen e. V., um eine Einschätzung gebeten. Der BUND hat aktuell den Rodungsstopp erwirkt und setzt sich für den Erhalt des Forstes ein.

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In unserer letzten Ausgabe haben wir über Wurst berichtet. Schon bei der Recherche ist uns aufgefallen, dass Hintergrundinfos nicht leicht zu bekommen sind. Unsere Fragen drehten sich hauptsächlich um den Punkt: Wo kommt das Fleisch eigentlich her? Aus der Region? Was bedeutet das? Und wo werden die Tiere geschlachtet, wenn doch immer mehr Schlachthöfe im Laufe der Jahre geschlossen wurden? Kommt nicht doch fast alles vom gleichen Händler und vom gleichen Schlachthof und wieso gibt es immer wieder neue Skandale? Wir planten schon eine Vor-Ort-Recherche, wurden aber von den Ereignissen überrannt.

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Ein buntes Programmpotpourri hat der Kulturbetrieb der Stadt Aachen für das erste Halbjahr im Alten Kurhaus vorbereitet. Seit 18 Jahren betreibt er die Location, die sich von Anfang an einer großen Beliebtheit unter den Aachenern erfreuen konnte, was nicht zuletzt am prunkvollen Ballsaal liegt. Die Klangbrücke bietet eine Tür weiter mit klassischer Konzertbühne und Tribüne mit gepolsterten Holzstühlen einen bodenständigen Kontrast. Diverse Veranstalter haben hier die Möglichkeit, ihr Programm vor ein Publikum zu bringen, und nutzen dies auch rege.
Im Januar wird hier der 1.000.055th Art’s Birthday gefeiert.

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Kultur – Kunst, Theater, Musik

Der Filmkünstler Kahlil Joseph aus Los Angeles wird oft in einem Atemzug mit Stars wie Kendrick Lamar, Beyoncé und FKA twigs genannt. Bekannt wurde der 36-Jährige als Regisseur von Musikvideos. Seit einigen Jahren entdeckt er jedoch die Kunstszene für sich, wo er seine Ideen möglichst uneingeschränkt umsetzen kann. Nachdem seine Werke unter anderem im New Museum of Contemporary Art in New York und der Londoner Tate Modern zu sehen waren, findet nun seine erste Einzelausstellung in Europa im Bonnefantenmuseum statt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die schwarze Gemeinschaft und ihre Kultur.

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Häuser sind etwas Besonderes, weil sie viele Leben verkörpern. Sie beherbergen kleine und große Geschichten, Freude, Glück und all die Schattenseiten des Daseins. Sie sind für etliche Geistesblitze verantwortlich, die Anzahl der Romane, in denen sie mehr oder weniger die Hauptrolle spielen, ist kaum zu überschauen. Die Grindelhochhäuser, zwischen 1946 und 1956 im Hamburger Grindelviertel erbaut, bescherten dem norwegischen Autor und Wahlhamburger Ingvar Ambjørnsen einen ebenso genialen wie lukrativen Einfall. In diesen Häusern, besser gesagt beim Anblick dieser Häuser, wurde Elling geboren.

Die Premiere ist am 26. Januar 2018.

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Die 1990er Jahre, also die Zeit nach dem Zerfall der Sowjetunion, waren vielleicht die freiesten Jahre für die russische Kunst- und Kulturszene in der jüngeren Vergangenheit. Mitten hinein in eine katastrophale Wirtschaftskrise, auf die Inflation, Korruption, Arbeitslosigkeit und die Verarmung der Bevölkerung folgten, preschten die Vertreter des Moskauer Aktionismus mit neuen, schockierenden Ideen und ohne Angst vor Zensur und Bestrafung durch einen zunehmend handlungsunfähigen Staatsapparat. Ihnen folgt heute bereits die nächste Generation junger Künstler. Und die hat es ungleich schwerer, in Putins „gelenkter Demokratie“.

Im Ludwig Forum für Internationale Kunst, noch bis 18.02.2018.

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Film

Start: 11.01.
Es zeichnet einen großen Künstler aus, wenn er in verschiedenen Bereichen Meisterhaftes hervorbringt. Ein solcher Meister ist Julian Schnabel wahrlich, zählt er doch nicht nur zu den gefragtesten bildenden Künstlern unserer Zeit, sondern hat es auch bereits mit seinem ersten Film zum gefeierten und vielfach preisgekrönten Regisseur geschafft. „Basquiat“ über seinen Freund und Künstlerkollegen Jean-Michel Basquiat, der viel zu früh verstarb, „Before Night Falls“ über den kubanischen Dichter Reinaldo Arenas und schließlich die Romanadaption „Schmetterling und Taucherglocke“, die in Cannes den Regiepreis gewann – Meisterwerke für sich, die immer wieder auch die eigene Biographie des New Yorkers widerspiegeln.

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Die preisgekrönte Doku porträtiert zwei Brüder in Borschemich, einem kleinen Dorf, das dem Tagebau Gartzweiler II weichen muss. Die beiden, die eine Gärtnerei betreiben, gehören zu den letzten Bewohnern, die noch in dem Ort leben.

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Start: 04.01.
Bereits die Vorspann-Credits im Stummfilmdesign triggern die liebevolle Machart des Kostümfilm-Musicals „The Greatest Showman“, das auf dem Leben des Entertainers P.T. Barnum (1810-91) basiert. Dieser wuchs in Armut auf und führt mit der adretten Charity eine Ehe ohne viel Geld, dafür aber mit einer Extraportion Liebe und zwei reizenden Töchtern. Doch Barnum will seine Herkunft hinter sich lassen und endlich als Teil der feinen Gesellschaft reüssieren. Dafür eröffnet er mit einem Kredit von der Bank eine Mischung aus Kuriositätenkabinett und Akrobatikshow und heuert als Ensemble Außenseiter wie eine vollbärtige Matrone und eine exotische Seiltänzerin an.

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Seit 2012 findet im Rahmen der Live-Audiokommentar-Reihe in der Raststätte unter dem Motto „Au Hurgebiet“ in Zusammenarbeit mit dem Blog „Aachener Untergrund Kultur“ jährlich ein Aachen-Special statt. Dabei werden verschiedenste Filmdokumente gezeigt, die im Zusammenhang mit der Kaiserstadt stehen, und live von Frank Rowenta und meiner Wenigkeit kommentiert. Bei der Auswahl werden besonders ältere Fundstücke berücksichtigt: So gab es bislang unter anderem Dokumentationen, Konzertmitschnitte (u. a. Aachener Pop Festival 1970, Sonic Youth), Kurzfilme (u. a. von Bruno Sukrow und Heiko Fischer) und private Super-8-Aufnahmen zu sehen, je obskurer und bizarrer, desto besser.

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Start: 28.12.
Centaur wird er genannt – nach dem sagenumwobenen Fabeltier. Dabei lebt der Held der Geschichte ein bescheidenes Leben mit seiner gehörlosen Frau und ihrem kleinen Sohn in der Steppe Kirgisistans am Rande von Bishkek, hoch oben in den Bergregionen der Hauptstadt. Doch nachts schleicht er in die Ställe der reichen Großgrundbesitzer und befreit die edlen Rennpferde. Er will die Ehre und das Glück seines Volkes wiederherstellen, indem er der alten Legende nach auf einem edlen Pferd zum Himmelsvater emporreitet.

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Der Nachtwächter beginnt seine Schicht. Routinemäßig dreht er seine Kontroll-Runden und vertreibt sich zwischendurch die Zeit mit wissenschaftlicher Lektüre. Als er nach einem Rundgang einen Fremden in seinem Büro entdeckt, beginnen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion allmählich zu verschwimmen.

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La buena vida – Das gute Leben: Ein Film über Kohleabbau in Kolumbien? Was hat das mit uns zu tun? Mehr, als uns lieb ist. Kolumbien war 2011 erstmals Deutschlands größter Steinkohlelieferant. Kohle aus dem größten Steinkohletagebau des Landes wird in den Kraftwerken von RWE, E.ON und Co. verstromt. Schanze erzählt in dem Film die …

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Drei Jahre hat Todde Kemmerich rund um den Hambacher Forst recherchiert und Aktivisten, Anwohner und Initiativen begleitet und Aktionen dokumentiert. Entstanden ist ein Film über den Klimaaktivismus im Rheinland. Zu sehen ist Michael Zobel, der bei 44 Führungen inzwischen über zehntausend Menschen in den Forst geführt hat und ihnen die Natur nahebringt. Da ist Antje …

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Wir hätten doch die Badehandtücher mitnehmen sollen. Im Winter. Zu einem Filmfestival. Es ist Anfang Dezember, und das Wetter ist von der Freibadsaison so weit entfernt wie der Pluto von der Erde. Bei der Ankunft in Leuven peitscht der Regen durch die Straßen, es ist windig und kalt. Ein winziges heiß temperiertes Plätzchen – darf man in diesem Fall von einem Hot Spot reden? – wäre eine willkommene Aufwärmung.

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Start: 14.12.
Das Kino von Claire Denis („Beau travail“) ist sperrig und verschließt sich zumeist dem Zugang einer breiten Zuschauerschaft. In ihrer Heimat wird sie verehrt, hierzulande ist sie kaum bekannt. Da überrascht sie uns mit ihrem zugänglichsten Werk, der Selbstfindung einer Frau in den „besten Jahren“. Juliette Binoche ist Isabelle, eine angesehen Künstlerin, die sich in den blasierten Kreisen der Kunstwelt bewegt, aber nie richtig dazugehörte. Trotzdem versucht sie, sich ein wenig anzupassen – an die Unangepassten, die auch nur das Klischee leben.

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